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Nachdem wir
von der TV-Aufzeichnung der Sendung „Die kultigsten
Titelsongs“ in Berlin
gehört hatten, entschlossen wir uns ganz kurzfristig zu gehen
und freuten uns natürlich, dass auch mit den Karten noch alles
klar ging. Unseren Abend starteten wir ganz gemütlich in einem
Blockhouse, wo man uns das Essen mit den sanften Klängen von
„When will I see you again“ versüßte. Gegen 18.45 Uhr
machten wir uns so langsam auf den Weg ins SAT1/Pro 7 –
Fernsehstudio in der Jägerstrasse, wo wir überraschender Weise
auch sehr pünktlich ankamen. Da bereits schon einige andere
Zuschauer vor Ort waren, schlossen wir uns ihnen an und haben im
Foyer noch eine Kleinigkeit getrunken. Während
wir dort warteten, lief noch die Aufzeichnung einer
anderen Folge zu dieser Sendereihe.
Gegen 20.10 Uhr begann dann
der Einlass in das Studio, welches sonst normalerweise für die SAT 1-Quizshow benutzt wird. Drinnen
angekommen, waren wir mal wieder sehr überrascht, wie klein
doch alles ist. Über die großen, an den Wänden aufgehängten
Fernseher konnten wir dann aber sehen, dass es später im TV
viel größer wirken wird. Auf der Bühne, die nun wirklich fast
zum Greifen nah war, standen ein Tisch mit kleinen Knabbereien
und 3 Stühle. Bezüglich dieser Stühle gab man uns am Ende der
Sendung noch den dezenten Hinweis, dass man sie bei IKEA für
69,90 Euro kaufen und dann zu Hause, vor seinen Freunden, damit
angeben könnte.
Nachdem alle Gäste ihre Plätze eingenommen
hatten, wurden wir von einem sehr netten und witzigen Herren
begrüßt. Seine Aufgabe war es nun, dass Publikum auf die
anstehende Sendung einzustimmen bzw. entsprechend
„vorzubereiten“. Da man glücklicherweise im Vorfeld schon
genügend Applaus aufgezeichnet hatte, blieb uns dieser Teil
schon mal erspart. Aber trotzdem mussten wir unser „Können“
unter Beweis stellen, denn zum Einen wurden wir gebeten an der
richtigen Stelle während der Sendung eine Melodie zu summen und zum
Zweiten sollten wir zeigen, dass wir absolut geübt darin sind,
komplett ahnungslos auszusehen, laut NEIN zu rufen und dabei
auch noch den Kopf zu schütteln. Ihr könnt euch sicher
vorstellen, dass das irgendwie sehr komisch ausgesehen hat!
Fast pünktlich, gegen 20.30 Uhr, ging es aber auch schon los
und man stellte uns den Moderator der Sendung vor. Der 33jährige,
in den USA geborene Steven Gätjen, der schon eine ganze Reihe
von Moderationen (TV, Radio, Events und Kinopremieren) gemacht
hat, als Producer bei MTV und auch als Schauspieler gearbeitet
hat und dem ein Restaurant-Cafe-Bar in New York gehört, begrüßte
uns total nett und sympathisch! Gleich darauf stellte er auch
seine Gäste, Caroline Beil und Thomas vor. Die beiden mussten
sich dann direkt auf der Treppe neben uns platzieren, da man das
Hereinkommen ins Studio aufzeichnen wollte. Das Publikum hat
echt alles gegeben und Caroline und Thomas mit tosendem Applaus und lautem Füße
trampeln begrüßt. Nachdem das dann im Kasten war, gab es für
alle 3 noch mal einen anderen Standpunkt, der ebenfalls
aufgezeichnet wurde und dann auch der Auftakt zur Show war. Es
ging also los und wir (das Publikum) hatten auch sofort unseren
1. Einsatz. Jetzt war nämlich der Moment erreicht, bei dem wir
dem Moderator zeigen durften, dass wir absolut keine Ahnung von
dem haben, was er von uns wollte. Steven Gätjen fragte nämlich,
ob denn ganz zufällig jemand von uns einen Titelsong dabei hätte.
Und? Natürlich nicht, es ging ein lautes NEIN und elendes
Kopfschütteln durch die Reihen, worauf hin er dann sein Handy
auspackte und uns seinen Klingelton „Bonanza“ vorspielte.
Danach begrüßte er noch mal kurz seine beiden Gäste und wollte
gleich mal von ihnen wissen, ob sie es wichtig finden, dass man
auch im Fernsehen immer die entsprechende Titelmusik haben muss?
Thomas war an diesem Abend sehr gut drauf und absolut witzig,
denn er meinte: „Überleg dir doch mal, wie langweilig der
„Weiße Hai“ ohne das „dum dum dum dum dum“ sei“.
Steven antwortete ihm grinsend, dass er dann sofort wieder
schwimmen gehen würde.
Nun folgten nach und nach die
entsprechenden Einspieler und Thomas fiel in der Zwischenzeit über
die kleine Schale mit den Erdnussflips her. Schreckliches Zeug,
wenn man einmal damit angefangen hat, kann man einfach nicht
wieder aufhören! In dieser Zeit wurden auch immer wieder einige
Dekorationen bzw. die Getränke ausgetauscht oder eben dafür
gesorgt, dass alle Beteiligten weiterhin gut in der Kamera
aussahen. Thomas und Caroline hatten zu jedem Einspieler bzw.
jeder Serie etwas zu erzählen. Wir haben unter anderem erfahren, welche
Sonntag-Abend-Serie sich Thomas früher sehr gerne angesehen
hat, weil er sie so wunderbar simpel fand und man von der ersten
Sekunde an wusste, wie es ausgeht. Außerdem musste er sich
keine Gedanken darüber machen, vielleicht den Anschluss zu
verpassen, wenn er zwischendurch auch mal in die Küche oder auf
die Toilette ging. Schließlich gab es immer ein Happy End! Bei
den Serien auf Platz 8 und 9 hatte man die Titelmelodien
vertauscht und es war total witzig anzusehen, wie die Bilder plötzlich
eine ganz andere Bedeutung bekamen. Im Publikum wurde lauthals
darüber gelacht. Thomas fand aber trotzdem, dass das überhaupt
nicht zusammen passt. An dieser Stelle hat er dann auch
verraten, welche knuffige, alte Dame er damals total klasse fand
und das er auch gerne mal mit ihr getanzt hätte. Zu jeder Serie
gab es auf dem Tisch dann die entsprechende Deko, wie z.B.
Pizza, Cola, Ketchup, Tee und
Veilchen-Pastillen. Die kleinen Bonbons hatten es Thomas
wohl sehr angetan und er schnappte sich die Dose und schmiss
erst mal eine Runde. Zum Glück wollten Caroline und Steven nicht
wirklich welche und somit war die Chance günstig, um die
Pastillen fast ganz „unbemerkt“ im Sakko verschwinden zu
lassen, denn Thomas findet diese kleinen Dinger einfach super
lecker!! Jetzt kam das Thema WG auf und Steven fragte Thomas
und Caroline, ob sie sich vorstellen könnten in einer WG zu
leben bzw. früher auch schon mal in einer gelebt haben. Thomas
war sehr dankbar dafür, dass er diese Erfahrung nicht machen
musste, denn er denkt, dass das nicht gut gegangen wäre und er
tierische Probleme damit gehabt hätte, mit relativ fremden
Menschen, dass Bad zu teilen. Caroline fragte kurz, ob es auch
schon eine WG ist, wenn man nur mit einer Person zusammen wohnt
– worauf hin Thomas sofort einlenkte und sagte: "Nein, nein,
dass ist ja schon eine eheähnliche Gemeinschaft.“ Caroline
wollte aber nicht locker lassen und meinte, dass sie einen
Menschen meint, mit dem sie in dem Moment ja nicht zusammen ist.
Aber auch hierzu hatte Thomas seine ganz eigene Meinung,
denn er sagte: „Daraus könnte dann aber eine eheähnliche
Gemeinschaft werden.“ Die
gesamte Unterhaltung zu diesem Thema
war wirklich sehr witzig und das Publikum hat sich vor Lachen
kaum noch eingekriegt.
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