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Nach dem Erfolg der Jazz-Night
als Special von TV Total im April 2005 gab es jetzt eine
weihnachtliche Neuauflage mit dem Thema Swing. Die
Aufzeichnung war am Freitag, dem 9. Dezember 2005, im
TV-Total-Studio in Köln-Mülheim. An einem Freitag nach Köln
zu fahren ist vom Ruhrgebiet aus meistens ein kleines
Abenteuer, weil die Autobahnen wegen Stau und zahlreicher
Baustellen fast immer dicht sind. Nachdem ich Zwergy um 13
Uhr an ihrem Arbeitsplatz abgeholt hatte, ging es überraschend
zügig nach Köln und trotz einer längeren (Mittags- und
Toiletten-) Pause waren wir kurz vor 16 Uhr schon im Studio.
Die Wartezeit bis zur Kartenausgabe um 18 Uhr haben wir gut
überbrückt und nach und nach füllte sich das Studiofoyer
mit Besuchern. Es wurden Karten für eine andere Sendung
ausgegeben, weil die richtigen von TV Total angeblich nicht
geliefert wurden. Nachdem wir die Rückseite ausgefüllt und
unterschrieben hatten (Einverständniserklärung wegen der
Senderechte), wurden die Karten plötzlich zurückgerufen.
Sie durften aus rechtlichen Gründen nicht ausgegeben
werden, also Kommando zurück, und die richtigen Karten
standen dann auf einmal doch zur Verfügung. Nachdem alles
ausgefüllt und abgegeben war, konnte es losgehen - dachten
wir. Da dachten wir leider falsch, denn weil es sich um eine
einmalige Sondersendung handelte, musste länger geprobt
werden. Die halben Stunden zogen sich zäh dahin, und immer
wenn man dachte, gleich dürfen wir rein, wurde der Einlass
wieder verschoben. Unter den Zuschauern wurde die Stimmung
minütlich schlechter und auch beim Personal lagen die
Nerven blank. Erst nach 21 Uhr (!!!) wurde endlich die
Studiotür geöffnet! Platzanweisung und Aufwärmen nahmen
dann noch mal eine halbe Stunde in Anspruch, aber kurz nach
21:30 Uhr konnte endlich mit der Show begonnen werden.
Es zeigte sich aber schnell,
dass die langen Proben durchaus berechtigt waren, nur hätte
man das wartende Publikum etwas besser bei Laune halten können.
Die Band Heavy Tones, die sonst mit Blick auf die Bühne
rechts auf den Stufen platziert ist, war auf eine 17-köpfige
Bigband angewachsen und nahm die ganze Fläche links im
Studio ein. Im rechten Teil standen runde Tische mit Stühlen
und Getränken für VIP-Gäste, aber von den normalen
Sitzreihen aus konnte man die Auftritte viel besser sehen.
Grundsätzlich war alles live gespielt und gesungen, es gab
kein Playback und bei einigen Pannen wusste man wirklich
nicht, was einstudiert war und zum Programm gehörte und was
wirklich schief ging. Bei TV Total darf man jedoch alles
nicht so eng sehen und so wurde diese Show eine gelungene
Mischung aus hochkarätiger Livemusik mit wirklich guten
Interpreten und einer großen Portion Comedy, bis hin zu völligem
Blödsinn. So etwas kann zur Zeit wohl nur Stefan Raab auf
die Beine stellen, das muss man neidlos anerkennen. Als
vorweihnachtliche Unterhaltungsshow wird die Sendung
bestimmt sehr lustig, man darf auf die Ausstrahlung gespannt
sein, die am Donnerstag, dem 22. Dezember 2005, zur
Hauptsendezeit um 20:15 Uhr bei Pro 7 zu sehen sein wird.
Hier folgen nun die
Mitwirkenden in der Reihenfolge ihrer Auftritte:
1. Begrüßung durch Stefan
Raab: „Servus, Gruezi und Hallo“.
2. Los ging das Programm
danach mit „Last Christmas“, gesungen von Stefan Raab
zusammen mit Jeannette Biedermann, die auf einem Schlitten
ins Studio gezogen wurde. „Zugtier“ war Elton, als
Rentier verkleidet.
3. „Stink“ („Mief“ von
den „Doofen“), gesungen von Stefan Raab und Wigald
Boning, der ausgezeichnet Saxophon spielen kann.
4. Thomas Anders (mit Stefan
Raab) sang den bekanntesten Modern-Talking-Hit „You’re
My Heart, You’re My Soul“ im Swing-Stil. Zuerst sang
Stefan allein und kündigte Thomas an, der die Showtreppe
herunter kam.
5. Stefan Raab nun zusammen
mit Tom Gäbel (der deutsche Frank Sinatra) mit „I Left My
Heart In San Francisco“. Um die Stimmen höher und tiefer
zu machen, nahmen sie Luftballons zur Hilfe, die abwechselnd
mit Helium und Bromgas gefüllt wurden. Das akustische
Ergebnis war einfach köstlich!
6. Als besonderen Stargast
begrüßte Stefan dann Luise Koschinsky (Hans-Werner Olm)
mit „I'm Too Sexy“.
7. Sogar
„Flugzeuge im
Bauch“ lassen sich verswingen, das bewiesen Oli P. und
Lucy (Ex No Angels).
8. Vier Paare vom
Braunschweiger TSC, die Weltmeister im
Standard-Formationstanz, bewiesen ihr Können. Dazu sangen
Stefan Raab und Tom Gäbel „Mack The Knife“ und spielten
Schlagzeug.
9. Als ein Scheinwerfer kaputt
ging und repariert werden musste, unterhielt Stefan die
Zuschauer zusammen mit der Bigband spontan mit Schlagern:
„Santa Maria“, „Hello Again“, „Sieben Fässer
Wein“ und „Griechischer Wein“.
10. Natürlich durfte auch Max
Mutzke nicht fehlen, der deutsche Teilnehmer beim Song
Contest 2004. Er sang zusammen mit Stefan Raab „Rock
DJ“.
11. Leider konnte Stefan
nicht alle bekannten Sänger in seine Show einladen, auch
wenn er sich darüber sehr gefreut hätte. Stellvertretend für
sie präsentierte er zusammen mit Max und Tom, wie es
klingen würde, wenn...
...Udo Jürgens hier wäre: „Aber bitte mit Sahne“
...Frank Sinatra hier wäre: „New York, New York“
...DJ Bobo hier wäre: „ . . . “ (Stille, denn DJ Bobo
singt ja nur Playback...)
...Karel Gott hier wäre: „Biene Maja“
...Reinhard Mey hier wäre: „Über den Wolken“
12. Daraus haben Stefan, Max
und Tom mal eben einen Swing-Titel gebastelt, der „Above
The Clouds“ heißt. Wigald Boning spielte dazu Saxophon.
13. Nach vielen fetzigen
Titeln wurde es romantisch: Mel C (Ex Spice Girls) kam in
einem silbernen Kleid und sang „Baby When You’re Gone“
und danach zusammen mit Stefan „The First Day Of Your
Life“.
14. Jetzt war es Zeit für
eine Comedy-Einlage: Ein Zuschauer wurde ausgewählt, auf
einen Stuhl gesetzt und bekam einen Buzzer auf den Kopf.
Stefan, Max und Tom sangen „Maschendrahtzaun“ als Swing
und bei jedem Schlag auf den Buzzer musste der Zuschauer in
sächsischem Dialekt „Maschendrahtzaun“ sagen. Da gab es
viel zu lachen!
15. Der amerikanische Star
Michael Bublé sang danach zusammen mit Stefan „Crazy“
(„Wahnsinn“ von Wolfgang Petry) und „Quando, Quando“.
16. Stefan gestand dem
Publikum, dass er eigentlich gar kein Sänger und noch
weniger Metzger ist, er ist eigentlich Tänzer! Wer hätte
das gedacht?! Um das zu beweisen, begrüßte er seine
Tanzpartnerin Lydia Hellmann und beide legten einen Cha Cha
Cha aufs Parkett.
17. Drei Schlagzeuge wurden
auf die Bühne gefahren, Stefan, Max und Tom nahmen Platz
und trommelten zu „Fly Me To The Moon“.
18. Da die Schlager in der
Reparaturpause so gut ankamen, präsentierte Stefan während
der nun folgenden Umbaupause zusammen mit der Band noch ein
paar: „Deine Spuren im Sand“ und das „Lied der Schlümpfe“.
19. Zum Schluss gab es eine
feurige Weihnachtsüberraschung: Eine gemütliche Szene mit
Ledersesseln, Kamin und Weihnachtsbaum, im Hintergrund
rieselten die Schneeflocken vor dem Fenster. Zwei Mitglieder
der Gruppe Scooter saßen in den Sesseln und tranken Tee. Sänger
H.P. Baxxter kam die Showtreppe herunter, sang „White
Christmas“. Plötzlich sprangen die anderen auf, stürzten
an ihre Keyboards und das Lied ging im gewohnten
Scooter-Sound weiter, der Weihnachtsbaum ging in Flammen auf
– und Stefan Raab greift zum Feuerlöscher. Lachtränen
sind garantiert!
Zum großen Finale
versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden und sangen
„Let It Snow“. Die Requisite hatte gut vorgesorgt und
der künstliche Schnee fiel gleich eimerweise auf die
Musiker. Zu Ende war die Aufzeichnung erst nach Mitternacht.
Thomas konnte man ansehen,
dass er viel Spaß bei der Sache hatte. Swing mag er ja
sowieso und bei „Let It Snow“ beim Finale war er
ebenfalls begeistert dabei. Ob es sich dabei um sein
Lieblings-Weihnachtslied handelt?
Warum er trotz seines
breiten Repertoires immer wieder „You’re My Heart,
You’re My Soul“ zum Besten gibt, weiß man nicht,
vielleicht hat er da auch nicht immer das Mitspracherecht.
Interessant ist jedenfalls, was man aus einem einzigen Lied
alles machen kann, was musikalisch und kreativ möglich ist
(als musikalischer Laie staunt man schon mal): Wir kennen
die Originalversion von 1984, zum Comeback 1998 wurde der
Song schneller gemacht und eine Version mit Rap vermischt.
Kurz danach machte Thomas dann das genaue Gegenteil daraus,
nämlich eine Ballade. Nun gibt es noch eine Swing-Version.
Was kommt als Nächstes? Auf jeden Fall scheint der Auftritt
bei „Stefan Raabs großer Nacht der Stars“ eine gute Überleitung
zu Thomas’ neuem Album zu sein, mit dem er, was wir bis
jetzt darüber wissen, zum Teil auf Swing umschlägt und die
Modern-Talking-Ära damit endgültig beendet. Allerdings
habe ich nichts dagegen, wenn er den einen oder anderen
MT-Hit im veränderten Sound noch mal ins Programm nimmt.
;-)
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(c) Text: Barbara Maus
für TA-Online.com
(c) Fotos: Brainpool / Willi Weber
Wir danken herzlich für die freundliche Genehmigung
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Die
Sendung läuft am 22.12.05 ab 20.15 Uhr auf PRO 7 - nicht
verpassen !!!
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