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              Aufzeichnung von "Stefan Raabs große Nacht der Stars" 


                                     

Nach dem Erfolg der Jazz-Night als Special von TV Total im April 2005 gab es jetzt eine weihnachtliche Neuauflage mit dem Thema Swing. Die Aufzeichnung war am Freitag, dem 9. Dezember 2005, im TV-Total-Studio in Köln-Mülheim. An einem Freitag nach Köln zu fahren ist vom Ruhrgebiet aus meistens ein kleines Abenteuer, weil die Autobahnen wegen Stau und zahlreicher Baustellen fast immer dicht sind. Nachdem ich Zwergy um 13 Uhr an ihrem Arbeitsplatz abgeholt hatte, ging es überraschend zügig nach Köln und trotz einer längeren (Mittags- und Toiletten-) Pause waren wir kurz vor 16 Uhr schon im Studio. 

Die Wartezeit bis zur Kartenausgabe um 18 Uhr haben wir gut überbrückt und nach und nach füllte sich das Studiofoyer mit Besuchern. Es wurden Karten für eine andere Sendung ausgegeben, weil die richtigen von TV Total angeblich nicht geliefert wurden. Nachdem wir die Rückseite ausgefüllt und unterschrieben hatten (Einverständniserklärung wegen der Senderechte), wurden die Karten plötzlich zurückgerufen. Sie durften aus rechtlichen Gründen nicht ausgegeben werden, also Kommando zurück, und die richtigen Karten standen dann auf einmal doch zur Verfügung. Nachdem alles ausgefüllt und abgegeben war, konnte es losgehen - dachten wir. Da dachten wir leider falsch, denn weil es sich um eine einmalige Sondersendung handelte, musste länger geprobt werden. Die halben Stunden zogen sich zäh dahin, und immer wenn man dachte, gleich dürfen wir rein, wurde der Einlass wieder verschoben. Unter den Zuschauern wurde die Stimmung minütlich schlechter und auch beim Personal lagen die Nerven blank. Erst nach 21 Uhr (!!!) wurde endlich die Studiotür geöffnet! Platzanweisung und Aufwärmen nahmen dann noch mal eine halbe Stunde in Anspruch, aber kurz nach 21:30 Uhr konnte endlich mit der Show begonnen werden. 

Es zeigte sich aber schnell, dass die langen Proben durchaus berechtigt waren, nur hätte man das wartende Publikum etwas besser bei Laune halten können. Die Band Heavy Tones, die sonst mit Blick auf die Bühne rechts auf den Stufen platziert ist, war auf eine 17-köpfige Bigband angewachsen und nahm die ganze Fläche links im Studio ein. Im rechten Teil standen runde Tische mit Stühlen und Getränken für VIP-Gäste, aber von den normalen Sitzreihen aus konnte man die Auftritte viel besser sehen. Grundsätzlich war alles live gespielt und gesungen, es gab kein Playback und bei einigen Pannen wusste man wirklich nicht, was einstudiert war und zum Programm gehörte und was wirklich schief ging. Bei TV Total darf man jedoch alles nicht so eng sehen und so wurde diese Show eine gelungene Mischung aus hochkarätiger Livemusik mit wirklich guten Interpreten und einer großen Portion Comedy, bis hin zu völligem Blödsinn. So etwas kann zur Zeit wohl nur Stefan Raab auf die Beine stellen, das muss man neidlos anerkennen. Als vorweihnachtliche Unterhaltungsshow wird die Sendung bestimmt sehr lustig, man darf auf die Ausstrahlung gespannt sein, die am Donnerstag, dem 22. Dezember 2005, zur Hauptsendezeit um 20:15 Uhr bei Pro 7 zu sehen sein wird.

Hier folgen nun die Mitwirkenden in der Reihenfolge ihrer Auftritte:

1. Begrüßung durch Stefan Raab: „Servus, Gruezi und Hallo“. 


2. Los ging das Programm danach mit „Last Christmas“, gesungen von Stefan Raab zusammen mit Jeannette Biedermann, die auf einem Schlitten ins Studio gezogen wurde. „Zugtier“ war Elton, als Rentier verkleidet. 

3. „Stink“ („Mief“ von den „Doofen“), gesungen von Stefan Raab und Wigald Boning, der ausgezeichnet Saxophon spielen kann. 

4. Thomas Anders (mit Stefan Raab) sang den bekanntesten Modern-Talking-Hit „You’re My Heart, You’re My Soul“ im Swing-Stil. Zuerst sang Stefan allein und kündigte Thomas an, der die Showtreppe herunter kam. 

5. Stefan Raab nun zusammen mit Tom Gäbel (der deutsche Frank Sinatra) mit „I Left My Heart In San Francisco“. Um die Stimmen höher und tiefer zu machen, nahmen sie Luftballons zur Hilfe, die abwechselnd mit Helium und Bromgas gefüllt wurden. Das akustische Ergebnis war einfach köstlich! 

6. Als besonderen Stargast begrüßte Stefan dann Luise Koschinsky (Hans-Werner Olm) mit „I'm Too Sexy“. 

7. Sogar  „Flugzeuge im Bauch“ lassen sich verswingen, das bewiesen Oli P. und Lucy (Ex No Angels). 

8. Vier Paare vom Braunschweiger TSC, die Weltmeister im Standard-Formationstanz, bewiesen ihr Können. Dazu sangen Stefan Raab und Tom Gäbel „Mack The Knife“ und spielten Schlagzeug. 

9. Als ein Scheinwerfer kaputt ging und repariert werden musste, unterhielt Stefan die Zuschauer zusammen mit der Bigband spontan mit Schlagern: „Santa Maria“, „Hello Again“, „Sieben Fässer Wein“ und „Griechischer Wein“. 

10. Natürlich durfte auch Max Mutzke nicht fehlen, der deutsche Teilnehmer beim Song Contest 2004. Er sang zusammen mit Stefan Raab „Rock DJ“. 

11. Leider konnte Stefan nicht alle bekannten Sänger in seine Show einladen, auch wenn er sich darüber sehr gefreut hätte. Stellvertretend für sie präsentierte er zusammen mit Max und Tom, wie es klingen würde, wenn...
...Udo Jürgens hier wäre: „Aber bitte mit Sahne“ 
...Frank Sinatra hier wäre: „New York, New York“ 
...DJ Bobo hier wäre: „ . . . “ (Stille, denn DJ Bobo singt ja nur Playback...)
...Karel Gott hier wäre: „Biene Maja“ 
...Reinhard Mey hier wäre: „Über den Wolken“ 

12. Daraus haben Stefan, Max und Tom mal eben einen Swing-Titel gebastelt, der „Above The Clouds“ heißt. Wigald Boning spielte dazu Saxophon. 

13. Nach vielen fetzigen Titeln wurde es romantisch: Mel C (Ex Spice Girls) kam in einem silbernen Kleid und sang „Baby When You’re Gone“ und danach zusammen mit Stefan „The First Day Of Your Life“. 

14. Jetzt war es Zeit für eine Comedy-Einlage: Ein Zuschauer wurde ausgewählt, auf einen Stuhl gesetzt und bekam einen Buzzer auf den Kopf. Stefan, Max und Tom sangen „Maschendrahtzaun“ als Swing und bei jedem Schlag auf den Buzzer musste der Zuschauer in sächsischem Dialekt „Maschendrahtzaun“ sagen. Da gab es viel zu lachen! 

15. Der amerikanische Star Michael Bublé sang danach zusammen mit Stefan „Crazy“ („Wahnsinn“ von Wolfgang Petry) und „Quando, Quando“. 

16. Stefan gestand dem Publikum, dass er eigentlich gar kein Sänger und noch weniger Metzger ist, er ist eigentlich Tänzer! Wer hätte das gedacht?! Um das zu beweisen, begrüßte er seine Tanzpartnerin Lydia Hellmann und beide legten einen Cha Cha Cha aufs Parkett. 

17. Drei Schlagzeuge wurden auf die Bühne gefahren, Stefan, Max und Tom nahmen Platz und trommelten zu „Fly Me To The Moon“. 

18. Da die Schlager in der Reparaturpause so gut ankamen, präsentierte Stefan während der nun folgenden Umbaupause zusammen mit der Band noch ein paar: „Deine Spuren im Sand“ und das „Lied der Schlümpfe“.

19. Zum Schluss gab es eine feurige Weihnachtsüberraschung: Eine gemütliche Szene mit Ledersesseln, Kamin und Weihnachtsbaum, im Hintergrund rieselten die Schneeflocken vor dem Fenster. Zwei Mitglieder der Gruppe Scooter saßen in den Sesseln und tranken Tee. Sänger H.P. Baxxter kam die Showtreppe herunter, sang „White Christmas“. Plötzlich sprangen die anderen auf, stürzten an ihre Keyboards und das Lied ging im gewohnten Scooter-Sound weiter, der Weihnachtsbaum ging in Flammen auf – und Stefan Raab greift zum Feuerlöscher. Lachtränen sind garantiert! 


Zum großen Finale versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden und sangen „Let It Snow“. Die Requisite hatte gut vorgesorgt und der künstliche Schnee fiel gleich eimerweise auf die Musiker. Zu Ende war die Aufzeichnung erst nach Mitternacht. 

Thomas konnte man ansehen, dass er viel Spaß bei der Sache hatte. Swing mag er ja sowieso und bei „Let It Snow“ beim Finale war er ebenfalls begeistert dabei. Ob es sich dabei um sein Lieblings-Weihnachtslied handelt? 

Warum er trotz seines breiten Repertoires immer wieder „You’re My Heart, You’re My Soul“ zum Besten gibt, weiß man nicht, vielleicht hat er da auch nicht immer das Mitspracherecht. Interessant ist jedenfalls, was man aus einem einzigen Lied alles machen kann, was musikalisch und kreativ möglich ist (als musikalischer Laie staunt man schon mal): Wir kennen die Originalversion von 1984, zum Comeback 1998 wurde der Song schneller gemacht und eine Version mit Rap vermischt. Kurz danach machte Thomas dann das genaue Gegenteil daraus, nämlich eine Ballade. Nun gibt es noch eine Swing-Version. Was kommt als Nächstes? Auf jeden Fall scheint der Auftritt bei „Stefan Raabs großer Nacht der Stars“ eine gute Überleitung zu Thomas’ neuem Album zu sein, mit dem er, was wir bis jetzt darüber wissen, zum Teil auf Swing umschlägt und die Modern-Talking-Ära damit endgültig beendet. Allerdings habe ich nichts dagegen, wenn er den einen oder anderen MT-Hit im veränderten Sound noch mal ins Programm nimmt.  ;-)

 

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                                              (c) Text: Barbara Maus für TA-Online.com

                                                    
                                                    (c) Fotos: Brainpool / Willi Weber

                                     Wir danken herzlich für die freundliche Genehmigung

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                     Die Sendung läuft am 22.12.05 ab 20.15 Uhr auf PRO 7 - nicht verpassen !!!

 

 

 

 

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