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Am 4. April 2004 traf Thomas in der Rublevsky-Kolomensky Halle
des Marriott Grand Hotels die Journalisten. Das Treffen wurde
von der ICA- Agentur organisiert. Leider fehlten die Vertreter
der grossen TV-Sender und Thomas zog es manchmal vor, eine
gestellte Fragen nicht direkt zu beantworten.
Vasily Kozlov („Prawda“ Moskau):
Warum ließen Sie falsche Informationen auf Ihr neues Album
drucken – das es das 19. Album ist? Aktuell ist es das 8. Album
in Ihrer Solokarriere. Die Tatsache, dass Sie der Solist von
Modern Talking waren heißt nicht, dass das Duo Ihr Soloprojekt
war. Warum leistet es sich Dieter Bohlen nicht, alle seine
Alben, einschließlich Blue System so zu nummerieren?
Thomas Anders:
Es ist das 19. Album, dass ich aufgenommen habe. Wenn Dieter
Bohlen eine andere Art der Numerierung nutzt, ist das sein
Problem.
Ilya (site www.moderntalking.ru ):
Wir haben eine Frage bezüglich des neuen Albums von Thomas
Anders. Sagen Sie uns, welchen Song halten Sie für den
einfühlsamsten, ruhigsten und welchen für den modernsten Song?
Thomas Anders:
Diese Frage ist genauso schwer zu beantworten, als wenn man
jemanden mit ein paar Kindern fragen würde, welches am ruhigsten
und welches am temperamentvollsten sei. Ich kann es nicht exakt
sagen, möglicherweise hängt das von den einzelnen Fans ab. Man
wird es an ihren Reaktionen bei den Konzerten sehen.
Ilya:
Gibt es Themen, die Sie in Ihren Texten gern erwähnen würden,
dies aber aus bestimmten Gründen nicht tun können?
Thomas Anders:
Nein, solche Themen gibt es nicht in meinen Songs. Ich glaube,
das Wichtigste an meiner Musik ist, die Menschen zu unterhalten,
sie zum Träumen zu bringen und ein bisschen glücklicher zu
machen.
Frage:
Was war das größte Missverständnis zwischen Russland und der
westlichen Ideologie, das Sie verunsichert hat, als Sie das
erste Mal unser Land besuchten?
Thomas Anders:
Ich habe Russland das erste Mal vor annähernd 17 Jahren besucht
– im Oktober 1987. In dieser Zeit waren die Gesellschaften sehr
unterschiedlich – wir hatten nicht die Chance mit den Leuten
direkt zu reden. Dennoch hatte ich immer, wenn ich auf der Bühne
stand, das Gefühl, dass die Freude des Publikums echt war. An
den Reaktionen des Publikums merkte ich, dass es mich sehr
herzlich aufnahm und deshalb komme ich gern in Ihr Land. Ich
denke, die Leute hier sind sehr nett.
Frage:
Sie hatten einige brillante Alben vor dem Comeback von Modern
Talking und nun, wir bitten um Entschuldigung, machen Sie
einfache Popmusik. Wollen Sie nicht zu diesem Stil zurückkehren,
der meiner Meinung nach einzigartig ist?
Thomas Anders:
Ich betrachte „This Time“ als einen Schritt von Modern Talking
hin zu einer Solokarriere. Wäre dieser Schritt zu groß gewesen,
z.B. ein ganzes Jazz-Album, befürchte ich, hätte der größte Teil
der Öffentlichkeit das Album nicht angenommen. Ich kann nichts
Schlechtes an dem Stil finden.
Frage:
Meine Frage hat nichts mit Musik zu tun. Wenn Sie die Chance
hätten, etwas auf dieser Welt zu ändern, was würden Sie ändern
und warum?
Thomas Anders:
In unserer Welt gibt es eine Menge Dinge, die ich gern ändern
würde. Als Erstes würde ich mir wahrscheinlich Leute wünschen,
die jeden anderen respektieren. Wenn das so wäre, würde es
manche Konflikte und Kriege auf der Welt nicht geben.
Vitaly Sirotkin (www.moderntalking.ru ):
Thomas wir sind seit langer Zeit vertraut mit deiner kreativen
Arbeit und wissen, dass Sie viele Lieder vorbereitet haben, die
fertig sind zur Veröffentlichung (Chain Reaction, Phantomas.....),
aber sie sind nicht veröffentlicht worden. Sagen Sie uns, werden
Ihre Zuhörer, die Fans eine Chance haben, diese Songs zu
hören?
Thomas Anders:
Am wahrscheinlichsten ist, dass die Songs nicht veröffentlicht
werden. Es ist schwierig, zumindest so lange ich lebe. Erstens,
habe ich eine Menge absolut neuen Materials aufzunehmen und
zweitens wurden all diese halbfertigen Songs von
unterschiedlichen Labels veröffentlicht und es ist unheimlich
schwer, diese alle zu sammeln. Kann sein, dass die Plattenfirmen
nach meinem Tod mal eine Box herausbringen werden „280
unbekannte Songs von Thomas Anders „
Vitaly Sarotkin:
Werden Sie eine DVD veröffentlichen, so wie Fancy?
Thomas Anders:
Möglicherweise wird Ende dieses Jahres eine DVD herausgegeben.
Sie wird Aufnahmen von allen Konzerten, einige Clips,
Ausschnitte von meinen Interviews und Backstage-Einblicke
enthalten. Im Allgemeinen ist sie geplant.
Vitaly Sirotkin:
Werden Sie ein Album mit Mixen von Ihren Songs herausbringen?
Thomas Anders:
Nein, ich plane nicht, ein solches Album zu veröffentlichen.
Natalia Fyodorova (www.thomas-anders.ru):
Thomas, Sie haben viele schöne Lieder Mädchen gewidmet. Wann
erscheint ein Lied wie zum Beispiel „Russisches Mädchen“ oder
„Moskauer Nacht“ in ihrem Repertoire? Ein Lied, verbunden mit
Russland - dem Land, in dem Sie so viele Fans haben.
Thomas Anders:
Vielen Dank für diese Frage, das ist eine interessante Idee. Es
wäre eine Überlegung wert, ein Album mit 25 Titeln zu machen und
jeder Titel hat den Namen eines Mädchens aus einem anderen Land.
Aber mal ernsthaft, möglich, dass da etwas auf dem nächsten
Album ist, was eine Verbindung zu Russland hat.
Andrew:
Im letzten Jahr haben Sie bei einer deutschen TV-Show
mitgemacht, wo Sie um Geld gespielt haben. Diese Geld haben Sie
an einen Kinder-Fond gespendet. Können Sie uns mehr darüber
erzählen? Gibt es noch andere karitative Aktionen, die Sie
unterstützen?
Thomas Anders:
Ja, ich habe wirklich bei dieser TV-Show mitgemacht und habe 125
000 Euro gewonnen. Kurz vorher hatte ich Hendrik Wander aus
Rumänien getroffen. Seine Stiftung hilft talentierten Kindern
und ich gab das Geld für diese Stiftung.
Svetlana:( Zeitung „Boulevard“ Kiev)
Ich möchte weiter über Kinder sprechen. Sie kennen alle guten
und schlechten Seiten eines Lebens als professioneller Sänger.
Würden Sie gerne sehen, dass Ihr Kind den gleichen Weg geht?
Welchen Beruf würden Sie sich für die Zukunft Ihres Kindes
wünschen?
Thomas Anders:
Zuerst einmal soll mein Sohn seine eigene Wahl treffen, Sie
wissen, jeder hat seine eigenen Talente. Mein Sohn soll in
erster Linie glücklich sein und die Chance bekommen, seine
eigenen Talente herauszufinden, die er zweifellos besitzt, ob
nun in einer Musikerkarriere oder etwas anderem.
Tatyana: (Zeitung „Boulevard“ Kiev)
Sind Sie mit dem, was Sie tun, voll ausgefüllt oder planen Sie
noch einige „Experimente“, zum Beispiel eine Rolle in einem
Musical?
Thomas Anders:
Ich hoffe, ich habe noch einige verborgene Talente, sonst wäre
das Leben langweilig. Vor kurzem habe ich mich als Moderator
versucht. Mir hat es Spaß gemacht an diesem Programm zu arbeiten
und die Fernsehzuschauer mochten es auch sehr. Hinsichtlich
eines Musicals - ja, das ist mein lebenslanger Traum. Das
Problem ist, dass die meisten Musicals mehrere Wochen
Vorbereitungszeit brauchen und ich müsste 3-4 Monate all meine
Zeit für die Arbeit an dem Musical verwenden und könnte keine
anderen Konzerte geben. Aber ich hoffe noch, dass ich einmal so
eine Chance haben werde.
Inessa:
Ich habe gehört, dass kreative Leute Verbindungen zwischen Musik
und Farbe sehen. Welche Farben verbindest du mit deinen Songs,
deiner Musik?
Thomas Anders:
Ich habe keine bestimmten Vorstellungen zwischen Musik und
Farben. Meine Musik repräsentiert alle Farben des Regenbogens.
Ich denke, wenn ich eine bestimmte Farbe wählen würde, wäre der
Rest der Welt schwarz-weiß und somit ziemlich uninteressant.
Svetlana:
Ich war gestern auf Ihrem Konzert in St. Petersburg und es hat
mir sehr gefallen. Ich habe gesehen, dass auf der Bühne ein
Mädchen, eine Backgroundsängerin neben Ihnen stand. Es wäre
schön, mehr über sie zu erfahren. Und die 2. Frage: Plant Thomas
in einem Film mitzuspielen? Wenn ja, würden Sie lieber einen
positiven oder negativen Charakter spielen?
Thomas Anders:
Zu der Backgroundsängerin. Die Idee, sie einzusetzen entstand
nach der Aufnahme zu „King of Love“. Darin gibt es einen großen
Teil, wo Frauen singen. Da das Lied Frauenstimmen enthält,
werden sie auch im neuen Programm performed. Ich entschied, ein
Mädchen mit auf die Bühne zu nehmen. Sie ist nun Mitglied
unserer Gruppe und ich hoffe, dass sie mit uns auf Tour geht.
Nun zum Spielen im Film und negativen Charakteren - ich würde es
vorziehen negative Charaktere zu spielen, weil es das Gegenteil
von dem ist, was die Leute normalerweise in mir sehen. Es wäre
langweilig für mich einen guten Kerl zu spielen, weil ich mich
dann selbst spielen müsste.
Wir danken dem Team der russischen Fanpage
www.moderntalking.ru, die uns den Bericht und die Fotos
(Copyright
©
Ilver for moderntalking.ru) zur Verfügung gestellt haben.
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