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Das große Klassentreffen


Beim „Großen Klassentreffen“ am 09. Oktober 2003 trafen zwei Prominente ihre ehemaligen Mitschüler wieder und wurden an ihre Schulzeit erinnert. Zwischen ein paar Spielrunden gab es Gespräche, es wurden alte Fotos und Zeugnisse gezeigt und so manche Erinnerung wird wieder wach gerüttelt. Die Sendung war sehr unterhaltsam und lustig – es wurde viel gelacht. Nach der Begrüßung durch die Moderatorin „Oberstudienrätin“ Kim Fisher und das Publikum berichteten die beiden Kandidaten über ihre Schulen. Thomas besuchte das vornehme Kurfürst-Balduin-Gymnasium in seinem Heimatort Münstermaifeld, später das Eichendorff-Gymnasium in Koblenz. Er machte sein Abitur 1982.

Die erste Aufgabe bestand darin, erst einmal die Mitschüler aus dem Publikum herauszufischen, die überall verstreut saßen. Kai entdeckte 7 Schulkameraden, wovon aber eine Frau falsch erkannt wurde, also 6. Thomas hielt sich zu lange mit Gesprächen auf und konnte nur 5 Mitschüler finden. Von jedem Kandidaten waren aber ca. 15 bis 20 ehemalige Mitschüler in die Sendung gekommen, die aufstanden und sich jeweils zu einer Klasse zusammenfanden. Für diese Aufgabe bekam Kai die Note 6, Thomas musste erst mal leer ausgehen, denn in dieser Sendung arbeiten sich die „Schüler“ notenmässig von unten nach oben. Man kann sich also in jeder neuen „Unterrichtsstunde“ verbessern.


Bevor der Unterricht begann, wurden einige alte Fotos aus der Schulzeit gezeigt, worüber nicht nur die Kandidaten Kai und Thomas herzlich lachen mussten, sondern auch das Publikum. Zu ihren Berufswünschen als Schüler gefragt, antwortete Thomas ganz klar, er hätte immer schon Sänger werden wollen. Kai dagegen faszinierte eher die Technik, er wollte als Kind gern Müllmann werden. Wenn man in der Schule fleißig ist, bekommt man gute Noten und eine Belohnung. Beim „Großen Klassentreffen“ sieht die Belohnung für den Gewinner wie folgt aus: Eine Einladung mit der ganzen Klasse zum Abendessen. Über einen roten Teppich werden die Gewinner zu Großraumlimousinen geleitet und es erwarten sie schön gedeckte Tafeln mit feinem Essen und Champagner ohne Ende. Der Verlierer dagegen muss sich mit Hausmeister Kasupke begnügen, der für die Klasse Bierbänke aufgebaut hat. Zu Essen gibt es Bratrollmöpse aus einer großen Konservendose (Mindesthaltbarkeitsdatum lief leider 1986 ab...) auf Papptellern, dazu Ketchup und Senf. Lecker! ;-)

Nun wurde es ernst, die 1. Unterrichtsstunde begann! Thema: Sozialkunde
Was sagt die Klasse zu ihrem früheren Mitschüler? Jeder Kandidat bekam sechs Vorgaben, von denen drei richtig waren, drei hat der WDR dazugedichtet. Die Kandidaten mussten sich selber einschätzen und raten, welche richtig waren. Bei Thomas waren es:

1) „zwar klein, aber oho“ - von Thomas ausgewählt und richtig!
2) „tobte nie herum“ - richtig
3) „eine Total-Null in Sport“ - von Thomas gewählt, aber leider falsch.
4) „war ein männlicher Typ“
5) „war ein mädchenhafter Typ“ - von Thomas gewählt und richtig!
6) „ziemlich eitel“

Kai hatte nur eine Übereinstimmung und bekam keine neue Note, Thomas hatte zwei Übereinstimmungen und bekam nun auch endlich die „Langersehnte“ Note 6.

2. Unterrichtsstunde: Kunsterziehung
Die beiden Kandidaten mussten zwei Models, die in Unterwäsche auf die Bühne kamen, abendlich ankleiden. Dazu standen Kleider, Jacken, Schuhe, Schmuck, Mützen und Gürtel zur Verfügung. Die beste Kreation sollte vom Publikum gewählt werden. Thomas wählte ein spanisches Folklorekleid in Schwarz und Pink, eine goldene Kappe, sehr bunte Schuhe und einen Gürtel. Er bekam mehr Applaus als Kai, der sein Model sehr bunt in Pink und Grün gekleidet hatte. Kai blieb auf der Note 6, während Thomas sich auf 5 verbessern konnte. An dieser Stelle kann man nur hoffen, dass Claudia ihre Abendgarderobe immer allein auswählt!! ;-)


Nach diesem Spiel wurde Thomas auf seine Musik angesprochen. Zuerst gab es Fotos zu sehen, die Thomas als 7-Jährigen Knirps beim Singen zeigten. Zu dieser Zeit hatte er ja noch keinen Künstlernamen – hieß also noch Bernd “Bernie“ Weidung. Thomas hatte an diesen Fotos sichtlich seine Freude!

Aber dann ging weder um Modern Talking, noch um seine Solokarriere, sondern um ein Kirchenlied, dass er mit 14 komponiert hatte. Zu seiner und der Überraschung des Publikums wurde es zum ersten Mal im Fernsehen aufgeführt. Das Lied „Wenn das Weizenkorn...“ (zur Gabenbereitung) wurde vom Chor der Liturgiegruppe Münstermaifeld sehr schön vorgetragen und Thomas hörte andächtig zu. Der Kameramann der Sendung lieferte in diesem Moment wirklich ganze Arbeit ab. Der Blick in Thomas’ Augen zeigte doch, dass er ziemlich gerührt war!


Nachdem der Chor das Lied beendet hatte, meinte Kai ganz trocken: „Und aus diesem Titel macht der Dieter einen Hit!“ Thomas brach daraufhin in schallendes Gelächter aus. Tja, zum Zeitpunkt der Aufzeichnung (im Juni dieses Jahres) konnte ja noch keiner ahnen, welche Dramen sich zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Sendung, zwischen Thomas und Dieter abspielen würden.


3. Unterrichtsstunde: Technisches Werken

Diese war eher eine Sportstunde, denn es stand
Armbrustschießen auf dem Programm. Beide Kandidaten sollten einige Luftballons auf einer Wand abschießen, hinter der sich ein Bilderrätsel verbarg. Thomas, als ehemaliger Jungschützenkönig zielte gut und traf einige Luftballons, erkannte aber sein Bilderrätsel („Pausenbrot“) später als Kai („Hitzefrei“). Jetzt konnte sich Kai von Note 6 auf 5 verbessern, Thomas blieb auf Note 5.
        



Das 4. Unterrichtsfach bestand aus Fragen aus den Jahren 1982 und 1985, den Abiturjahren der beiden Kandidaten. Wer zuerst die Lösung wusste, musste auf einen Buzzer drücken und konnte so Punkte holen. Beratung mit der Klasse war erlaubt und davon machte Kai sehr häufig Gebrauch. Er war sehr schnell beim „Buzzer drücken“ und hatte Glück, dass seine Klasse jeweils die richtige Lösung parat hatte. Nach jeder richtigen Lösung stieg die Note um eine an. Kai und seine Klasse waren schneller und schafften es von Note 5 auf Note 1. Thomas und seine Klasse erreichten Note 2.

Damit war Kai Pflaume der Sieger und durfte mit seinen Klassenkameraden über den roten Teppich zum festlichen Abendessen schreiten. Thomas Anders war ein guter Verlierer und zeigte Humor, indem er sich draußen am Biertisch sofort den Eimer mit den alten Bratrollmöpsen schnappte. Ob sie geschmeckt haben? Das wurde leider nicht gezeigt. Allerdings hätten wir es sicher in der Presse gehört, wenn Thomas samt seiner alten Klassenkameraden am nächsten Tag mit einer Fischvergiftung im Krankenhaus gelegen hätte!


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