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Thomas und Claudia zu Gast in Kerners Kochshow "Klassiker aus der Region"


Am letzten Freitag (04.03.) schneite es morgens noch stundenlang und ich schaute besorgt zum Himmel. Gegen Mittag habe ich mich dann auf den Weg nach Hamburg gemacht. Gott sei Dank waren die Autobahnen frei und auch der Feierabend-Verkehr hielt sich um diese Zeit noch in Grenzen. Ich kam rechtzeitig in Hamburg an und hatte das JBK-Studio auch schnell gefunden. Dabei musste ich wieder feststellen, wie viel sich in meiner Heimatstadt, aus der ich jetzt 10 Jahre weg bin, verändert hat. Das größte Problem war es jetzt einen Parkplatz zu finden. Ich kam mir vor wie in diesem alten Hit von Herbert Grönemeyer, der wie blöd im Kreis fährt und sein Auto einfach nicht unter kriegt. Bis 15.30 Uhr sollte ich meine Karte abholen und es war 15.20 Uhr. Inzwischen war ich wirklich schon etwas unruhig, als ich plötzlich eine freie Lücke entdeckte. 

Etwas abgehetzt kam ich im JBK-Studio an. Ich durfte meine Garderobe abgeben und dann meine Karte abholen. Alles ging noch total relaxt zu, es gab eine kleine Bar, an der sich die Gäste mit Getränken versorgen konnten. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis wir ins Studio gelassen wurden. Wer schon einmal bei einer Aufzeichnung im Studio war, weiß das man oft erstaunt ist, wie klein diese Studios sind und um wie viel größer es später am Bildschirm aussieht. Auch hier war das der Fall. Es war rappelvoll und jeder suchte seinen Platz. Ich hatte meinen schnell gefunden und schaute mir das geschäftige Treiben an. Es gab eine meterlange Arbeitsplatte mit mehreren Ceran-Kochfeldern. Das ganze Studio war aufgebaut wie eine große Küche, mit allem was man so braucht. Davor waren 5 Kameras aufgebaut. Es war der Hammer, wie viele Menschen in diesem kleinen Raum hin und her rannten und Geschirr, Gläser, Bestecke, Töpfe und Pfannen anschleppten. Da ich die Sendung noch gar nicht kannte, war ich doppelt gespannt, was mich hier erwarten würde.  

Ich hatte einen Moment nicht aufgepasst und als ich wieder nach vorn schaute, standen Thomas und Claudia da und inspizierten ihren „Arbeitsplatz“. Sie wurden mit Schürzen versorgt und sprachen mit den Regieassistenten. Auch Johannes B. Kerner war inzwischen da und die anderen Köche trafen auch ein.  

Nachdem wir mit einem netten Moderator den Applaus für jede Lebenslage geprobt hatten, begrüßte Johannes B. Kerner das Publikum. Er freute sich über das volle Haus und erzählte, dass bei dieser Sendung, in der die Gerichte in Echtzeit gekocht werden, das Publikum sehr wichtig ist und immer mit einbezogen wird. Er hatte dann auch gleich die Lacher auf seiner Seite, als er ganz trocken meinte: „Sie werden ganz sicher im Fernsehen zu sehen sein, also überlegen sie sich jetzt gut, ob derjenige neben dem sie jetzt sitzen auch mit Ihnen im Fernsehen gesehen werden darf?! Falls nicht....besser jetzt noch schnell umsetzen!“ Dann versprach er, dass wir während der Sendung selbstverständlich auch mit Getränken versorgt werden, natürlich die gekochten Gerichte probieren und bewerten sollten und er bat uns am Ende der Sendung alle runter in die Küche zu kommen. Frei nach dem Motto: Jede gute Fete endet in der Küche!! Dann stellte er uns noch schnell seine heutigen Gäste vor: Thomas und Claudia,  Cornelia Poletto, Ralf Zacherl, Johann Lafer und Rainer Sass. 

Die Köche verließen das Studio und die Aufzeichnung der Sendung begann. Unter donnerndem Applaus kamen die Fünf wieder zurück in die Küche und wurden von Johannes B. Kerner begrüßt. Als erstes waren Thomas und Claudia dran. Claudia erzählte, dass sie sich sehr über die Einladung gefreut hätte, aber doch mehr die Assistentin von Thomas sein würde, da es mit ihren Kochkünsten nicht zum Besten bestellt wäre. Sie trug dann auch gleich zur Belustigung des Publikums bei, als sie meinte: „Falls es hier aber ein paar kaputte Küchenmaschinen zu reparieren gibt, übernehme ich das gern. Das liegt mir besser!“ Ich fand es total sympathisch, dass sie keinen Hehl daraus machte, dass Kochen nicht ihre Stärke ist.
  
Thomas erzählte dann, dass er halt sehr gern kocht und meistens selbst am Herd steht. Auf die Frage von Johannes B. Kerner, ob sie auf leichte Kost achten, meinte Thomas grinsend: „Doch, doch, das tun wir. Man sieht es nur nicht!“ Dann verriet er noch, was er heute kochen wollte. Eine Vorspeise....Reibekuchen mit Champagnerkraut und Räucherlachs. Hörte sich sehr lecker an und ich hoffte, dass ich seine Kreation später probieren durfte. Die drei unterhielten sich dann noch darüber, das der Reibekuchen ja in den verschiedenen Regionen von Deutschland andere Namen hatte. In Hamburg z.B. heißt er Kartoffelpuffer und in Koblenz kennt man ihn als Krebbelscher, wie Claudia erzählte.  

Als nächstes war Cornelia Poletto an der Reihe. Sie führt mit ihrem italienischen Ehemann ein Restaurant und wollte warmen Kartoffel-Gurken-Salat mit Räucheraal und Meerrettich-Raspeln zubereiten. 
Bei Ralf Zacherl, in dessen Sendung „Einfach kochen“ Thomas ja auch schon zweimal zu Gast war, sollte es Mettwurst-Maultaschen geben.  
Johann Lafer, auf dessen Stromburg Claudia und Thomas im Juli 2000 geheiratet hatten, hatte Bratkartoffel und Schnippelbohnen und Kalbsfrikadellen auf dem Speiseplan.  
Und bei Rainer Sass, der sich gleich lachend beklagte, dass für ihn von der meterlangen Arbeitsplatte nur noch ein paar Zentimeter übrig waren, sollte es zum Nachtisch Schneeeier mit Vanillesosse geben.  

Während Claudia die Kartoffeln mit einer Reibe zerkleinerte, kümmerte sich Thomas schon mal um das Champagnerkraut. Den Teig für den Puffer rührte und würzte er selbst. Als er die Muskatnuss und die dazugehörige Reibe gar nicht wieder aus der Hand legen wollte, fragte Johannes B. Kerner, ob es nicht langsam reicht. Darauf meinte Thomas nur ganz trocken: „Ich liebe Muskatnuss“. Claudia ging Thomas zur Hand, wo sie helfen konnte und erzählte, dass ihre Mutter früher immer zu ihr gesagt hatte: Kind, du kannst nicht kochen. Du bekommst nie einen Mann! Lachend meinte sie: „Und heute bin ich doch verheiratet!“  

Während in der Küche alle fleißig am Kochen waren, wurden wir im Publikum mit einem Gläschen Sekt versorgt. Bei Thomas brutzelten schon die ersten Reibekuchen in der Pfanne. Claudia bereitete inzwischen schon kleine Lachshäppchen vor. Die fertigen Reibekuchen wurden mit etwas Champagnerkraut belegt, dann ein Stücken Räucherlachs darauf und mit einer kleinen Creme fraiche – Haube verfeinert. Zum Schluss wurden sie mit Schalottenwürfeln und Dill dekoriert. Die Koch-Kollegen in der Küche durften als erstes probieren. Rainer Sass war sehr skeptisch, ob die Zusammenstellung ihm schmecken würde. Er probierte und es kam ein: „Boahhh“. Thomas schaute ihn an und fragte: „Boahh gut oder boahh schlecht?“ vorauf Rainer Sass anerkennend meinte: „Dafür gibt es noch eine Goldene!“. Auch die anderen waren begeistert und verliehen ihm einen Stern!

Thomas kümmerte sich dann weiter um seine Reibekuchen und Claudia versorgte das Publikum mit der kleinen Leckerei aus dem Hause Anders. Auch ich durfte probieren und war begeistert. Es schmeckte super gut....einfach total lecker!!!! Nachdem einige in unserer Ecke probiert hatten, kam Johannes B. Kerner zu uns und fragte ob Thomas zukünftig lieber kochen oder weiter singen sollte. Darauf kam ein vielstimmiges: Beides!

Nach und nach waren dann auch die Hauptgerichte und der Nachtisch fertig und das Publikum durfte probieren. Es war schon lustig, denn aus jeder Ecke hörte man: Ahh, Mmmhh, lecker! Am Ende wurden wir dann gebeten alle runter in die Küche zu kommen. Man hatte die Gelegenheit ein wenig mit den Köchen zu plaudern und ein paar Fotos zu machen. Ich nutzte die Zeit um ein paar Worte mit Claudia und Thomas zu wechseln und zumindest diese paar Fotos zu machen, denn während der Aufzeichnung war das Fotografieren leider verboten.

Ich bin froh, dass ich mich so kurzfristig auf den Weg nach Hamburg gemacht habe, denn die Sendung hat mir super gut gefallen. Ich kann euch nur empfehlen es euch am Freitag Abend vor dem Fernseher gemütlich zu machen und die Sendung nicht zu verpassen!      


(c) Text und Fotos: Astrid Nast                                         

                                                  
                                                                                                 
                                                                             Zum Rezept und einer kleiner Überraschung!!

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