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In
den frühen Abendstunden des 04.06. kamen wir in unserem kleinen
Hotel in Saarlouis an. Nachdem die Fahrten von Augsburg und von
Hannover ja nicht grad die Kürzesten waren, hatten wir das echte
Bedürfnis, uns erst einmal die Beine zu vertreten. Nach knapp 10
Minuten Fußweg hatten wir den Stadtkern erreicht. Von überall
her ertönte Musik. Die erste Bühne, an der wir vorbei kamen, war
ein aufgeklappter LKW, in dem eine Band stand und bekannte Hits
nachsang. Die nächste Bühne sah schon wesentlich professioneller
aus und war von einer großen Menschentraube umringt. Eine Band
spielte die Klassiker der Scorpions. Wir gingen weiter und
erreichten den großen Marktplatz. Unendlich viele Buden standen
hier. Man bekam von der Grillwurst bis zur Meerestierpfanne, vom
Bier bis zum Champagnercocktail wirklich alles! Und hier fanden
wir sie auch: Die große Bühne von SR 1. Hier sollte Thomas
morgen Abend als Höhepunkt, vor dem großen Abschlussfeuerwerk,
auftreten. Wir stürzten uns ins Getümmel und ließen den Abend
mit einem netten Essen und
einem
Cocktail in einer der zahlreichen, kleinen Altstadtpinten,
ausklingen.
Am nächsten Morgen waren wir schon
früh auf den Beinen, denn wir wollten den Soundcheck, der schon
morgens stattfand, nicht verpassen! Nach einem guten Frühstück
machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Marktplatz. Es
war 9 Uhr und die Stadt wirkte wie ausgestorben. Obwohl die
ersten Geschäfte ihre Türen öffneten, hatte man den Eindruck,
dass alles noch schlafen würde.
Auch von der Band waren noch nicht
viele wach. Neben etlichen Technikern waren nur Achim und Bernd
da und bauten grad ihre Keyboards auf. Gegen halb zehn trudelten
dann auch Lars, Nick und Rob ein. Besonders Nick und Rob machten
noch einen etwas zerknitterten Eindruck. Wir stellten fest, dass
die Aussage, dass Musiker wohl eher keine Morgenmenschen sind,
stimmen musste! Während die drei ihre Instrumente einrichteten,
entlockten Achim und Bernd ihren Keyboards die ersten Töne.
Etwas später kamen auch die Klänge von Gitarre, Bass und
Schlagzeug dazu. Von Thomas fehlte immer noch jede Spur. Jeder
spielte so vor sich hin und es klang alles noch irgendwie
unkoordiniert und ohne Melodie. Inzwischen erwachte der
Marktplatz ein wenig zum Leben. Die ersten Leute kamen vom
Einkaufen und blieben mit gefüllten Körben stehen, um das
Treiben auf der großen Bühne anzusehen. Besonders Nick zog
plötzlich die Aufmerksamkeit auf sich, der mit seinem
Schlagzeug, auf dem sonst noch recht ruhigen Marktplatz, einen
ohrenbetäubenden „Krach“ produzierte! Aber so langsam nahm alles
Form an und man konnte zusammenhängende Melodien erkennen.
Nachdem bei den Jungs alles passte, kam Tammy, die
Backgroundsängerin, an die Reihe.
Eine
fantastische Stimme klang aus den Lautsprechern und schnell
waren die richtigen Einstellungen und Lautstärke gefunden.
Dann, gegen 10.30 Uhr, kam Thomas
und begrüßte neben seinen Bandmitgliedern auch die
Schaulustigen, die sich inzwischen immer zahlreicher vor der SR
1 – Bühne versammelten. Er wurde „verkabelt“ und sein Mikro
wurde eingestellt. Nach kurzen Gesprächen mit der Technik
erklangen plötzlich die ersten Töne von „Independent Girl“.
Zuerst klang seine Stimme noch ein wenig heiser und man merkte,
dass sie erst mal zum Leben erweckt werden musste. Den
Zuschauern gefiel es super gut, denn als die letzen Takte
erklangen, bekam Thomas einen begeisterten Applaus. Er bedankte
sich mit den Worten: „Vielen Dank, aber das ist doch nur Probe.
Kommen Sie doch einfach heute Abend wieder, dann machen wir das
richtig!“
Danach probten sie noch „King of
love“ und Thomas musste eine kurze Ansprache halten, damit auch
hierbei die Lautstärke richtig eingestellt werden konnte. Er
erzählte seinem kleinen Publikum,
dass
ein Sänger so früh morgens eigentlich noch gar nicht richtig bei
Stimme ist und das er sich gleich auf den Weg nach Rust machen
müsste. Witzig fragte der die Schaulustigen: „Wissen Sie
überhaupt wo Rust liegt?“ Dort hat er am Nachmittag Proben für
den TV-Auftritt bei „Immer wieder Sonntags“ am nächsten Morgen.
Nach den Proben kommt er zurück nach Saarlouis und nach dem
Konzert am Abend geht es gleich wieder zurück nach Rust, damit
sie am nächsten Morgen auch wirklich pünktlich da sind. Er
bedankte sich bei den Leuten und würde sich freuen, wenn sie am
Abend mit dabei wären!!
Kurze Zeit später machte er sich
mit Lars, Nick und Rob auf den Weg nach Rust. Vor ihnen lagen je
2,5 Stunden Autofahrt für eine kurze Durchlaufprobe. Man kann
sich da sicher auch was Besseres vorstellen!
Wir haben uns dann zu einem
Stadtbummel auf den Weg gemacht und waren voller Vorfreude auf
das Konzert am Abend!!
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Immer dieses
Warten -
Mein Gott ist mir langweilig |
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Lars, Achim und Nick hochkonzentriert
und voll in Action |
Ich liebe
meine Bass |
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Astrid Nast und Daniela Rief
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