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Nach unserem Stadtbummel landeten wir am frühen Nachmittag wieder auf dem Großen Markt. Rasend viel los war hier noch nicht und auch das Wetter war nicht so wirklich toll. Immer wieder zogen dicke dunkle Wolken am Himmel entlang und von sommerlichen Temperaturen waren wir weit entfernt. An einer der vielen langen Sitzreihen am Markt trafen wir die ersten bekannten Gesichter. Elke und Srdjan aus Stuttgart. Später gesellten sich noch Manu, Jörg, Eva, Zwergy und Mausi dazu. Vor der Absperrung zur Bühne sammelten sich bereits jetzt die ersten Fans, um einen Platz ganz weit vorn zu ergattern.
Auf der Bühne lief zwischenzeitlich der Soundcheck von Sqezzer. Um 18.30 Uhr eröffneten diese auch die große SR-1 Party. Später heizten noch The Flames und Cosmo Klein dem immer größer werdenden Publikum ein. Nach Einbruch der Dunkelheit hatte man allerdings das Gefühl, als ob die Stadtmitte und der Große Markt Ziel einer Völkerwanderung wären. Es herrschte reges Treiben rund um die Buden und vor der SR1 Bühne. Vorwärts bewegen konnte man sich nur noch im Schneckentempo.
Dann war endlich die Zeit für den Headliner des Abend gekommen. Der Moderator hatte eine schöne Anmoderation für Thomas vorbereitet. Er sprach über seine Musikerkarriere bei MT und Solo, über seine neuen Moderatoren-Jobs, über das neue Album „This Time“ und die Singles. Schließlich kündigte er ihn mit den Worten an: die bessere Hälfte, die Stimme von Modern Talking.....begrüßt ihn bitte.....Thomas Anders! Das Publikum brach in donnernden Applaus aus und überall waren Rufe
nach Thomas zu hören.
Die Band kam auf die Bühne und es erklang ein fantastisches, langes Intro über den Marktplatz, was irgendwie mystisch anmutete. Als der Song TONIGHT IS THE NIGHT zu erkennen war, begannen die Leute im Rhythmus zu klatschen. Thomas kam dazu und wurde vom Publikum stürmisch begrüßt. Der Song klang absolut klasse! Thomas sang live und der Refrain war von neuen Keyboardparts unterlegt, die dem Song einen noch kraftvolleren Touch verliehen. Bevor Thomas die Leute begrüßte, spielten sie noch INDEPENDENT GIRL.
„Guten Abend Saarlouis!“ Nach zweimaligem Nachfragen war Thomas mit der Lautstärke des jubelnden Publikums zufrieden. Danach hatte er gleich alle Trümpfe in der
Hand. Er konnte dem Saarland zu einem historischen Tag gratulieren, denn der 1. FC Saarbrücken war in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Dann erzählte er, dass er zwischenzeitlich gelernt hatte, das dieses Fest, die Emmes, weiblich wäre, er aber immer noch nicht genau wüsste, was die Emmes eigentlich ist. So richtig erklären konnte es keiner, aber es
hat wohl irgendwas mit Essen und Trinken zu tun. Worauf er dann grinsend feststellte, dass bei der Anzahl der Buden am heutigen Abend wohl keiner verhungern müsste. „Ich freue mich sehr, dass ich heute Abend hier bin und ich habe viele Songs mitgebracht“ Er erzählte, dass er immer wieder gefragt wurde, ob er denn nun nur noch seine Solosongs singen würde. Nein! Natürlich würde er auch weiterhin MT-Songs singen, denn schließlich ist Modern Talking sein halbes Leben. Nur weil einer das etwas anders sieht, würde er auf keinen Fall darauf verzichten!!
Dann kündigte er YOU CAN WIN IF YOU WANT an und meinte, er würde jetzt genau kontrollieren, wer mitsingen könnte. Nachdem die Fans in Russland ja bereits im April in den Genuss kamen, konnten nun auch wir die MT-Songs in neuem „Gewand“ hören. Einfach klasse!!!!
„Der nächste Song war zwar keine Nr. 1, nicht mal eine Single, aber er kam beim Publikum immer super an. Er
klingt nach Spanien und ist sehr sommerlich, obwohl der Sommer hier ja noch etwas auf sich warten lässt. Hier ist
für euch NO FACE NO NAME NO NUMBER.”
Danach sprach Thomas alle verliebten Paare im Publikum an und erzählte, dass es auf seinem neuen Album einen Titel gab, der ihm, wegen des sehr schönen Textes, sehr ans Herz gewachsen sei. Gemeint war natürlich PARADISE. Der Song bekam tollen Applaus und Thomas freute sich sehr, dass auch eine Ballade so gut ankommt. Er erklärte, dass er gern mal das Tempo wechselt, damit das Publikum
ausruhen kann, um dann beim nächsten schnellen Titel wieder richtig mitzumachen. Das konnten die Leute dann auch beim nächsten Titel.
„Es ist wichtig an seine Träume zu glauben und sie zu leben“ erklärte Thomas und es erklangen die ersten Töne von LIVE YOUR DREAM. Der Song ging dann fast ohne Pause in ATLANTIS IS CALLING über. Beim neuen Intro hatte man ein wenig das Gefühl, als würde man sich tatsächlich unter Wasser befinden.
Während des Songs ging Rob plötzlich in die Knie, lehnte sich zurück und hatte seinen Bass auf Bauch und Beinen abgelegt. Als der Song endete, drehte Thomas sich zu ihm um, schaute ganz erstaunt und fragte: „Ist bei dir alles ok?.....Was?.....Dein Riemen ist abgerissen?! Na ja, wer sich so exstatisch bewegt wie du, dem kann das schon mal passieren!“ Leider konnten wir diese, aus unserer Sicht wirklich lustige Situation, nicht so schnell mit der Kamera einfangen. Sollte es jemanden geben, der davon ein Bild gemacht hat, würden wir uns freuen, wenn ihr euch bei uns meldet.
Dann wurde Thomas irgendwie ganz still und kündigte ein besonderes Experiment an, da sicher nicht so viele den Song kennen würden. Er erzählte von Alexander Mick und das er Claudia den nun folgenden Song während ihrer Schwangerschaft zu Weihnachten geschenkt hätte. Grinsend fügte er hinzu: „Der Song war der Knaller, alles andere unterm Weihnachtsbaum hätte ich mir sparen können“ Er sagte, dass er diesen Song eigentlich nie öffentlich singen wollte, da er ja doch sehr persönlich wäre. Er hätte ihn allerdings auf seiner letzten FC-Party vorgetragen und er wäre so gut angekommen, dass man sich entschlossen hätte, ihm mit auf die neue Single zu nehmen. Und da er dort nun drauf ist, könne er ihn auch hier singen. Die Insider wussten was nun kommt....THE FIRST CRY.
„Oft werde ich gefragt, ob ich mich als King of love sehe? Natürlich nicht! Dazu müsste man wohl auch besser meine Frau fragen. Aber hier ist für euch meine zweite Single KING OF LOVE.“ Nun kam auch Tammy so richtig zum Einsatz, die bis dahin Background gesungen hatte. Die Beiden waren schon nett anzusehen, wie sie da das Liebespaar mimend und sich gegenseitig neckend, auf der Bühne standen.
Schließlich kündigte Thomas noch eine Ballade an, bevor er den Marktplatz, auf dem Kopf stehend, sehen wollte. Ausgesucht hatte er THIS TIME.
Dann zündete Thomas ein Feuerwerk an MT-Hits. GERONIMOS CADILLAC, BROTHER LOUIE, CHERY CHERY LADY, alle in neuem Soundgewand, gefolgt von YOU’RE MY HEART YOU’RE MY SOUL. Bei letzterem probte Thomas mit dem Publikum erst mal den Text bevor es richtig los ging. Irgendwie lief einem in diesem Moment fast eine Gänsehaut über den Rücken....superklasse! Während der Songs feuerte Thomas das Publikum immer wieder mit „Come on Saarlouis“ an und es war eine bombastische Stimmung. Es macht wirklich immer wieder Spaß auch zu den alten MT-Hits so richtig abzufeiern. Und durch den neuen Sound klingt auch alles irgendwie neu und ein wenig anders!
Mit den Worten: „Danke, Dankeschön ihr wart super!“ verabschiedete Thomas sich. Von allen Seiten erklangen die Zugabe-Rufe. Lange mussten die Leute allerdings nicht schreien. Plötzlich standen alle wieder auf der Bühne. „Hallo, hallo, wir sind schon wieder da. Wir müssen uns beeilen, damit wir auch pünktlich zum Feuerwerk fertig sind. Das ist hier ein bisschen wie Silvester.“ Mit NIGHT TO REMEMBER beendete er ganz pünktlich um 23 Uhr den Auftritt und verschwand mit einem Danke und Ciao.
Wir werden uns ganz sicher immer wieder an diesen Abend, der mit
einen fantastischen Feuerwerk endete, erinnern! Die Konzertberichte der russischen Fans vom April, endeten mit der Feststellung, das jeder für sich selbst entscheiden müsste, ob auf der Bühne neben Thomas einer fehlen würde. Wir persönlich beantworten dies mit einem ganz klaren NEIN! Thomas und seine Band waren super gut drauf, haben einen fantastischen Job gemacht und es fehlte wirklich nichts! Es hätte noch Stunden so weitergehen können, denn 75 Minuten waren viel zu kurz.
Thomas, lass uns nicht zu lange warten....davon wollen wir noch viel, viel mehr!!!!
Hier noch einmal die gesamte Tracklist des Konzertes:
1. Tonight is the night
2. Independent Girl
3. You can win, if you want
4. No face, no name, no number
5. Paradise
6. Live your dream
7. Atlantis is calling
8. The first cry
9. King of love
10. This time
11. Geronimos Cadillac
12. Brother Louie
13. Chery Chery Lady
14. Your my heart, your my soul
Zugabe:
15. Night to remember
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»» Hier
könnt Ihr den Bericht vom Soundcheck lesen
©
Copyright Fotos und Text
Astrid Nast und Daniela Rief
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