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                                Claudia Weidung-Anders im Interview (Teil 2)

 

Webteam: Du bist seit Jahren mit Thomas verheiratet, also sozusagen eine „Promi-Frau“. Hat dir dieser Status geholfen einen Verlag für dein Buch zu finden oder war es eher hinderlich? 

Claudia: Was ich ehrlich gesagt sehr angenehm in der Zusammenarbeit mit dem Verlag empfand, war die Tatsache, dass sie aus dem Buch einen richtigen Ratgeber und kein „Hutschi-Putschi-Promi-Buch“ frei nach dem Motto, „Frau Anders beschreibt aus ihrem schweren Promileben den Alltag mit dem Kind - angereichert mit den tollsten Familienfotos mit Thomas Anders“ gemacht haben. Dies sprach in meinem Augen für das Potenzial meines Skripts und machte mich sehr stolz. Ich denke und hoffe vielmehr, dass sich viele junge moderne, vielleicht auch bisher berufstätige Frauen, sich mit mir identifizieren können, denn ich behaupte an der Seite von Thomas eine gewisse Boden- und Eigenständigkeit beibehalten zu haben. 

Webteam: Wie bist du dazu gekommen, mit einer Kinderärztin ein Buch zu schreiben? War das deine eigene Idee, oder hat man dir diesen Schritt empfohlen? Wer hat dich außer Frau Dr. Kilian-Kornell noch maßgeblich bei der Entstehung des Buches unterstützt? 

Claudia: Es war mein Wunsch, und der des Verlages, einen Kinderarzt hinzuzuziehen. Ich selbst bin ja keine Ärztin und hätte an diversen Stellen zwar recherchieren, jedoch nicht ärztlich beraten können. Frau Dr. Kilian-Kornell hat zu der Thematik schon einige erfolgreiche Buchveröffentlichungen und war dem Verlag bekannt. Ich bin sehr glücklich über ihren professionellen Input. 

Webteam: Nun ist es keine Seltenheit, dass Prominente Bücher schreiben und sich hierzu Unterstützung holen. Wie viel Anteil hast du an diesem Buch, wie groß ist der Anteil von Frau Dr. Kilian-Kornell? Wie ist die Zusammenarbeit gelaufen? 

Claudia: Also, ich habe das Buch komplett geschrieben. Im Anschluss wurden von der Kinderärztin Frau Dr. Kilian-Kornell medizinische Passagen kontrolliert oder ggf. ergänzt. (Bspw. Vorsorgeuntersuchungen)

Webteam: Jedes Produkt braucht Werbung. Wo, wann und in welcher Form wirst du Werbung für dein Buch machen? 

Claudia: Der Random-House Verlag hat eine professionelle PR-Abteilung und wir sind zur Zeit in der Akquisition für diverse TV-Sendungen und Interviews für die Printmedien. Man kann die VÖ`s gerne auf meiner Homepage www.claudia-anders.com sowie auf Eurer Homepage einsehen. Ein besonders schönes Shooting und Interview gibt es in der Zeitschrift BUNTE zu meiner Buchveröffentlichung am 23. April 2004. Bestätigt sind zum heutigen Zeitpunkt außerdem SAT1 Frühstücksfernsehen, Volle Kanne ZDF, Taff, Sam und „Hier ab Vier“ . Weitere, sowie genaue Termine sind auf den Homepages veröffentlicht und werden natürlich auch regelmäßig aktualisiert. 

Webteam: Du bist in deinen Buch sehr offen und ehrlich, was den Umgang mit Alexander angeht. Hast du Angst davor, dass du nach der VÖ ins Kreuzfeuer der Kritik gerätst und wie würdest du damit umgehen, wenn man dir plötzlich nachsagen würde, dass du deinen Sohn zur Selbstverwirklichung benutzt und ihn vermarktest?

Claudia:  Alexander wird mit dem Beruf seines Papas und mit dem öffentlichen Leben groß. Ich gehe nicht mit ihm in die Öffentlichkeit, wir stehen bereits in der Öffentlichkeit, und das fängt morgens bereits beim ersten Schritt auf die Strasse oder beim täglichen Einkauf oder auf Reisen an. Thomas und ich beraten uns vorher immer darüber, was gut für Alexander ist. Fotostrecken machten ihm bisher immer Spaß und er fragt uns „Darf ich mit auf's Foto ?“... Sollte sich dies ändern, wird er nicht mehr dabei sein. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich meine Popularität dazu nutzen durfte, anderen Müttern „im ersten Jahr mit Baby“ etwas zu helfen und vielleicht sogar unterstützen zu können. Ich wünschte, ich hätte damals ein solches Nachschlagewerk gehabt.

Webteam: Man muss ja davon ausgehen, dass die Medien nicht immer nur freundlich mit dir umgehen werden. Böse Zungen werden dir nachsagen, dass du als „Promi-Frau“ wohl Langeweile hattest oder endlich auch mal ins Rampenlicht möchtest. Außerdem bist du mit einer Hälfte von Modern Talking verheiratet. Dies allein wird für viele Journalisten sicher Zündstoff und Anregung genug sein, dir mit den bösesten Fragen zu kommen. Wie wirst du damit umgehen? 

Claudia: Ich kann verstehen, dass infolge glamourösen Berichterstattungen und Urlaubsfotos in Hochglanzmagazinen es so rüberkommen muss, dass ich vielleicht in meinem „Ach-so-schweren-Promi-Dasein“ auf die Idee komme, aus Langeweile ein Buch zu schreiben. (lacht) Aber das Gegenteil ist der Fall. Auch für mich heißt es morgens früh um 7:00 Uhr raus, die ersten Emails abrufen, Frühstück machen, das Kind in den Kindergarten bringen (vor Kindergartenzeit was spielen), einkaufen gehen, Betten machen, Wohnung aufräumen, Emails und Post bearbeiten, gegen 12:00 Uhr Kochen, Alexander aus dem Kindergarten abholen, Essen, nachmittags Alexander zum Turnen, Schwimmen oder Musikkindergarten bringen, im Office Buchhaltung und Steuer erledigen, Emails oder Briefe beantworten, Telefonieren, Alexander abholen, Abendessen, Waschen, ins Bett bringen, Geschichte vorlesen – fertig gegen 21:00 Uhr. Wenn ich dann keine außerhäusigen, repräsentative Pflichten mit Thomas habe, etwas Zeit für mich (ergo: „Schnarch!“) Also das Thema Langeweile hätten wir damit, glaube ich, geklärt. 
Das Buch war mir schlicht und einfach ein „Bedürfnis“! Ich halte mich eigentlich für die normale, klassische junge Mutter und glaube daher, dass sich viele Mütter mit meinem Tagesrhythmus und damit auch mit meinem Buch identifizieren können. 


Webteam: Das Leben mit Kindern ändert sich wirklich sehr heftig. Hat dir dieses Buch geholfen, all den Stress, die Sorgen, Ängste etc. zu verarbeiten bzw. abzubauen? 

Claudia: Es hat mir sicher geholfen, mich mit dem ersten Jahr noch einmal auseinander zusetzen. Rückblickend betrachtet, denke ich, dass ich intuitiv alles richtig gemacht zu haben - für mein Kind und meine Familie. Alexander ist bis hierher gut geraten und ich bin sehr froh und dankbar über einen tollen Partner, der mich in der Zeit der Hormonschwankungen und manchmal wirklich zugegebenermaßen nervigen Verhaltens immer unterstützt hat. „I love you, Thomas!“ 

Webteam: Wo du grad die Schwangerschaft ansprichst. Wir würden gern mit dir gemeinsam auf die Zeit zurückblicken.

Claudia:
Gern!

Webteam: Gab es in deiner Schwangerschaft Gerüche bzw. Düfte, die du auf einmal sehr gerne gemocht hast bzw. welche du überhaupt nicht mehr riechen konntest, die dir aber vor der Schwangerschaft keine Probleme bereitet haben? 

Claudia:
Oh Gott ja, ich konnte in der Schwangerschaft überhaupt keine Parfümgerüche oder gar synthetischen Düfte, ertragen. Eine schöne Geschichte: als Thomas einmal EXTRA für mich ein Curry-Gericht zauberte, musste ich den Wok schnell auf die Terrasse bringen, bevor ich...! Curry-Geruch war ganz schlimm für mich in der Schwangerschaft. (lacht) 

Webteam:
Bist du bzw. musste Thomas, teilweise auch zu unmöglichen Tages/Nachtzeiten los, um dir etwas spezielles zum Essen zu holen? Hattest du sozusagen Heißhunger-Attacken auf bestimmte Sachen und "schreckliche" Kreationen? 

Claudia:
Da war ich eigentlich recht pflegeleicht - man müsste dazu vielleicht Thomas fragen....! Ich glaube, einmal hatte ich unglaublichen Hunger auf einen würzigen Entensalat, mitten in der Nacht.

Webteam:
Wie hast du dich bei den ersten Kindsbewegungen gefühlt? Was ist dir durch den Kopf gegangen? 

Claudia:
Das war eine unglaublich schöne Erfahrung. Erst einmal ist es nur eine Art "Glucksen" im Bauch, man ist sich nicht sicher, ob es wirklich eine Kindsbewegung war. Nach jedem anstrengenden Tag lag ich (kugelrund) abends auf der Couch und massierte mir stundenlang meinen Bauch mit gut (aber natürlich!!!)duftendem Calendula-Öl. Ich habe es geliebt...und Alexander auch, er schien ganz entspannt in meinem Bauch!!!

 

 

 

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