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"Mein Kind im ersten Jahr" ist sowohl ein medizinisches
Nachschlagewerk
wie Organisationshilfe- Tipps und Anekdoten
Koblenz:
Endlich- das Baby hat den ersten Schrei getan. Die Geburt ist
glücklich verlaufen. Unvergessliche Momente - gerade auch beim
ersten Kind, das eine Frau zur Welt bringt. Ein Wunder - für
jeden und so ist es kein Wunder, dass eine Frau, die in der
Öffentlichkeit steht, wieder und wieder auf ihr erstes Baby
angesprochen wird. Als Claudia Weidung-Anders ihren Thomas
Anders heiratete wusste sie, dass auch die Geburt ihres Sohnes
Alexander nichts Verborgenes, Geheimes bleiben würde.
Doch: Wer ihr neues, ihr erstes Buch "Mein Kind im ersten Jahr"
aufschlägt, findet einen gelungenen Ratgeber für junge Eltern-
und kaum intime Einblicke in die Familie Thomas, Claudia und
Alexander Anders. "Ich wollte kein Promi-Buch schreiben", sagt
Claudia Weidung-Anders, "deshalb habe ich auf private Fotos
verzichtet." Eltern können sich mit ihr bestens identifizieren,
denn hier erzählt keine prominente Koblenzerin von ihren
Prominenten-Sorgen, sondern eine junge Mutter gibt lebensnahe
und lebendig formulierte Tipps.
"Mein Kind im ersten Jahr" ist ein medizinisches Nachschlagewerk
(Dr.med. Gunhild Kilian-Kornell ist Co-Autorin des Buches) und
gleichzeitig eine Organisationshilfe für die Familie, die auf
einmal ein kleines Menschlein in den Alltag zu integrieren hat.
Originell: die Babysitter-Checkliste oder die Tabelle "Macht
Papa/macht Mama". "Eigentlich wollte ich nur Tipps für meine
schwangeren Freundinnen notieren, da viele Ratgeber bei der
Geburt aufhören." Doch der Umfang des Buches wuchs beinahe so
schnell wie der eigene Sohn......
"Kinder gehören nicht mit anderthalb Jahren in die Krippe,
sondern zu ihren Eltern.", sagt Claudia Weidung-Anders. "Das
Geld, das der Staat in Krippenplätze steckt, sollte man
bedürftigen Eltern direkt zukommen lassen, damit sie nicht
gezwungen sind, zu arbeiten."
Offen benennt die junge Mutter und Autorin auch Probleme mit dem
Nachwuchs, schreibt über den Baby-Blues und postnatale
Depressionen, Schlafmangel, über die Umstellung des gesamten
Lebens.
"Mir fiel es schwer, Chaos zu akzeptieren, unerledigte Dinge
nicht zur Belastung werden zu lassen, schwache Momente
zuzulassen."
Ihre starken Momente hatte sie nachts- da ist das Buch
entstanden- während Ehe- und Sohnemann wohlig schlummerten. So
könnte dann auch ihr Nachfolgewerk ein
Gute-Nacht-Geschichtenbuch für Kinder sein, "mit Musik meines
Mannes".
© Michael Defrancesco / Rhein-Zeitung Ausgabe Nr. 93 vom 21.04.2007
Wir bedanken uns recht herzlich für die freundliche Freigabe!
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