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Gedanken von Alexandrina aus Rumänien

 

Wegen sprachlicher Probleme haben wir Alexandrinas "Fanstory" etwas überarbeitet. Da wir aber so wenig wie möglich die Identität dieses Berichtes stören wollten, erfolgte das nur sehr geringfügig.  

Alles begann, als mein Vater nach Hause eine Cassette mit MT brachte. Das war in dem Jahr 1988, also nach der ersten Trennung von MT und die Kids waren nicht mehr so verrückt nach den beiden. Spielte keine Rolle für mich, weil ich das dann nicht wusste. 

Einen ganz machtvollen Eindruck auf mich hatten die Augen, besser gesagt der Blick von dem Dunkelhaarigen. Ich war damals 12 Jahre alt, also ein Kind. Von jenem Moment an begann meine Pubertät ganz stürmisch, aber auch, und das kann nur kurios sein, mein für immer Naivsein. Bis heute bin ich eine ganz naive Person geblieben, weil ich noch glaube dass was die Menschen mit den Augen sagen wahr ist. Erst nach der unangenehmen Enttäuschung erinnere mich daran dass auch die Augen lügen können. 

Bis zu meinem 20. Geburtstag, als ich meinen Mann getroffen habe, war ich hoffnungslos verliebt in Thomas. Jeder der zu nah an mich heranzutreten versuchte, und ich meine die Boys, alle haben ausnahmsweise darunter gelitten, dass sie mir alle gleichgültig waren. Ich habe vielmals versucht Thomas einfach zu vergessen und mein Leben zu leben, konnte ich nicht, und konnte die einfach nicht lieben. Für ihre Leid und Schmerz wegen mir tut es mir heute noch sehr sehr viel leid. 

Ich war taub und blind aller Liebeserklärungen meiner hautnahen Umgebung gegenüber. Hörte und sah nur Thomas aus der unberührbaren Distanz… seine Lieder, seiner Stimme und so…

Warum ich so tief beeindruckt von Thomas war, von seinem Image erstmal, ist weil ich die Cassette erst nach einigen Monaten zu entsiegeln wagte. Und warum sage ich “wagte”. Weil mein Vater die Cassette einfach bekommen hat und hatte kein Interesse sie spielen zu lassen. Also er warf sie in einen Schrank und das Ding war für ihn schon vergessen! Die Cassette stand da weiss ich auch nicht wie lange. Glücklicherweise hatte ich die böse Gewohnheit in den Sachen meiner Eltern zu stöbern, und hab die Cassette entdeckt. Am Anfang war es also nur ein Foto. Ich setzte sie zurück in den Schrank aber fühlte nach einigen Tagen den Drang sie wieder zu schauen. Und mit der Zeit immer öfter. Ich wollte meinen Vater nicht  böse auf mich machen weil ich in seinen Dingen meine Nase gesteckt habe aber nach einigen Monaten wahrer Qual kam ich zu der Einsicht dass ich die Cassette einfach spielen lassen muss. 

Da wusste ich nicht wer von der beiden (T oder D – mein Gott, jetzt sehe ich es was für eine interesante Kombination, als Laute T und D sind: T ist stimmlos, D ist stimmvoll; ganz der Gegensatz musste man sich merken!) die wirklich gute Stimme von MT war. Ich hoffte nur das sie Thomas’, des Dunkelhaarigen wäre! Ich wusste auch die Namen der beiden nicht! 

Je geheimnisvoller eine Liebe ist, desto stärker. Und ich wollte meine Liebe eine starke eine sein! Niemand wusste von ihr! Aber ich spürte wie ein Muss dass ich mehr von den beiden wissen muss. Also fragte auf Umwegen meine ältere Schwester ob sie etwas von MT wusste. Ja, natürlich, sagte sie prompt, aber sie sind nicht mehr modern. Das ließ mich kalt. Die Mode war mir nie wichtig. Sie hat mir auch die Namen der beiden gesagt. Thomas! Thomas, also. Konnte nicht ein besserer Name geben! Perfekt für das Bild das ich von dem Dunkelhaarigen in meinem Kopf verfasst hatte. Wie gegossen! Aber wer ist der Solosänger? ER, ER ist der Sänger! Ich glaube meine Schwester hat etwas bei mir gemerkt, etwas das sie bewirkte hinzufügen: Er ist ein schöner Mann, ist aber schwul. Vielleicht! Ich hatte Glück dass ich damals nicht wusste was eigentlich schwul bedeutet. Also ließ es mich kalt. Sein Name war Thomas, er war schön, er hatte interessante Augen, er konnte einfach gut lächeln und hatte eine himmlische Stimme. Meine Schwester hatte selbstverständlich jenseits meiner Fragen eine ganz tiefe Leidenschaft entdeckt. Sie sagte nichts. Aber begann mir MT-Materialien von ihrer Kollegen, die sie einfach loswerden wollten, zu bringen. Ich sammelte alles bis zu dem Moment als ich fühlte dass es zu viel war. Alle diese Poster, Fotos, Artikel, einmal auch Skandalen drohten meine frische und junge Liebe zu zerstören. Ich hab sie gebeten zu stoppen und nichts mehr daheim zu bringen. 

Obwohl ich nur ein Kind war, war es mir klar dass ich mit dieser Liebe etwas gutes erreichen kann: ein besseres Ego für mich selbst. Die Liebe für Thomas war ein Tor das mir den wundervollen Weg der unsterblichen und unirdischen Liebe geöffnet. Die Liebe für Schönheit, für Musik, für Dichtung, Literatur, Philosophie, für Fremdsprachen, für Schreiben, für Gutsein und positives Denken, für das universelle Dasein des Menschen: die Liebe zu Gott! Ich habe immer in Thomas einen Antrieb gesehen, der mich immer herausgefordert hat, besser, viel besser zu sein. 

Trotzdem ein Kind muss einmal auch Erwachsen sein. Als Erwachsene hatte ich Angst dass ich eines Tages von Thomas enttäuscht werden würde. ER war wieder im Rampenlichte, Freunde und Freundinnen sprachen über ihn. Ich machte meine Ohren zu und wollte nichts wissen. Wenn ich wusste das ein Fernsehschau mit Thomas gab schaltete ich den Fernseher aus oder wechselte die Channel. Ich wollte nichts von ihm wissen. Ich wollte immer in ihm die Image meiner Kindheit betrachten und wollte nichts daran wechseln. Meine Haltung ihm gegenüber veränderte sich aber als ich in einem Promo also beim Fernseher ganz überrascht seinen Namen hörte und dass er ein Baby hat! Es ist gut wenn gute Menschen Babys kriegen. Die verdienen sie! Mit Herz in der Hosen habe ich die Sendung verfolgt. Er war süss, er war klug, er konnte richtig gute Antworten geben, er sprach viel zu rasch!!!, trotzdem konnte ich ihn verstehen, er war Vater – und weit entfernt von jener Enttäuschung! 

Ich danke dir Thomas dass du ganz erfolgreich schaffst keine Enttäuschung zu sein! 
Deine dir für immer dankbare, 
Alexandrina

P.S.: Für einen der so gut singen kann, für Thomas…
Was würdest du sagen / denken wenn du eine CD mit Kinderliedern (auf Deutsch, Englisch…) machen würdest? Es ist nur ein Vorschlag und ich werde ihn begründen: Deine Stimme ist ein Gottesgeschenk. Wenn du singst du bringst den Zuhörer in einem ganz besonderen Zustand in dem unspürbare Dingen wie Liebe, Gutherzigkeit, Schönheit, Kraft zu verzeihen, Geduld und mehrere andere die du nicht nur spürbar machst sondern obligatorisch! Du singst irgendwie missionarisch, glaub mir. Und das, weil du in deiner Arbeit das benutzt, womit dich Gott optimal beschenkt hat. Die Liebe die wir unseren Kinder schenken ist mit jeden Tag ein bisschen zu wenig. Und das nicht, weil wir sie nicht lieb haben, sondern weil wir uns dazu zu wenig Zeit nehmen, ihnen unsre Liebe zu offenbaren. Und sie spüren die Liebe nicht, und das macht ihre Kindheit und ihre Unschuld kaputt. Wir füllen ihre Zimmer mit Spielzeugen, trotzdem vermissen sie nur uns! Musik kann in der Richtung sehr hilfreich sein! Und vielleicht auch du. Na ja, es ist nur ein Gedanke. Vielleicht wirst du ihn überlegen. Es hängt nur von dir ab. Macht niemanden trauriger. Vielleicht nur glücklicher. 
Wie auch immer, Vielen Dank, 

Alexandrina

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