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                                           "Thomas Anders und Band"                                      
                             Konzert auf dem Stadtfest in Zweibrücken
 

 

"Das Beste zum Schluss" - das haben sich wohl auch die Veranstalter des Zweibrückener Stadtfestes gedacht, als sie Thomas und seine Band für ein 90-minütiges Konzert am Sonntag, dem 30.07.06, engagierten. 

Auch wenn Zweibrücken nicht unbedingt in nächster Nähe liegt, freuten wir uns doch sehr, mal wieder ein Thomas Anders Konzert in Deutschland erleben zu dürfen. So gingen wir auch ganz enthusiastisch daran, unser gemeinsames Wochenende zu organisieren. Schon im Vorfeld war abzusehen, dass es zwar ein schönes, aber sicher auch sehr anstrengendes Wochenende werden würde. Nach wochenlanger Hitze in Deutschland bereiteten wir uns schon einmal seelisch und moralisch auf 6 schreckliche Stunden Fahrt im unklimatisierten Auto vor.

Nachdem Yvette und ich uns schon am Samstag auf den Weg zu Astrid nach Hannover gemacht hatten, starteten wir, gut gerüstet mit Kühltasche, Eisakkus und reichlich Wasserflaschen am Sonntag Morgen in Richtung Zweibrücken. Das Wetter meinte es einigermaßen gut mit uns - trotz Wärme war der Himmel bedeckt, was die 550 km weite Fahrt natürlich entschieden erträglicher machte.

In Zweibrücken angekommen, brachten wir nur kurz unser Gepäck ins Hotel und suchten dann erst einmal den Alexanderplatz auf, um uns die Gegebenheiten anzusehen. Dort trafen wir auch gleich viele Bekannte, die wohl den gleichen Gedanken wie wir gehabt hatten. Nach einer kurzen Begrüßung und Stärkung verabschiedeten wir uns und gingen ins Hotel, um uns bis zum Soundcheck, der um 18 Uhr starten sollte, noch etwas auszuruhen und frisch zu machen.

Kurz vor 18 Uhr machten wir uns dann wieder "auf die Socken" Richtung Alexanderplatz. Der bedrohlich dunkle Himmel veranlasste uns allerdings, vorsichtshalber die Schirme aus dem Auto zu holen. Dass das nicht die schlechteste Idee war, mussten wir nur wenige Augenblicke später erfahren. Erst begann es wie aus Kübeln zu gießen und wir suchten Schutz unter einem Baum. Nur wenige Augenblicke später blitzte und donnerte es und wir "retteten" uns in eine überdachte Hofeinfahrt. Als die ersten Sonnenschirme durch die Fußgängerzone geflogen kamen und Standabdeckungen zusammenstürzten fanden wir das Ganze gar nicht mehr lustig und bangten schon um die Technik auf der Bühne. 7 Wochen Gluthitze und fast kein Regentropfen und nun das....!!!!!!!

Mittlerweile war es 18.30 Uhr geworden. In einer Regenpause liefen wir schnell zur Bühne, die gerade "trockengelegt" wurde und auf der Achim und die anderen Musiker schon dabei waren ihre Instrumente zu stimmen und sich einzuspielen. Auch jetzt trafen wir wieder viele bekannte Gesichter, die alle mehr oder minder erfolgreich versucht hatten, unter irgendwelchen Schirmen Schutz vor den Regengüssen zu suchen. 

Kurz darauf erschienen Tammy, Alexa und Thomas, damit auch der Gesang optimal eingestellt werden konnte. Zuerst waren die beiden Mädels dran und es dauerte ein ganzes Weilchen, bis der Tontechniker und sie selbst zufrieden waren. Dann war Thomas an der Reihe und innerhalb kürzester Zeit hörte man ein lautes "DANKE" von Timo Müller, der für den Ton verantwortlich war. Worauf Thomas total entrüstet meinte: "Wie DANKE ????? Alle anderen können hier 5 Min. trällern und ich muss nach 30 Sekunden aufhören......"  

Der Soundcheck zog sich dann ziemlich in die Länge, weil die Einstellungen immer wieder nicht ganz so optimal waren. Mal konnten sich Sänger oder Musiker im In-Ear nicht hören, mal war das eine oder andere Instrument  zu leise oder zu laut. Die Zeit drängte langsam, aber trotz der unübersehbaren Anspannung flaxten Thomas und Achim immer wieder herum.  Da gab es auch schon mal die, nicht ganz ernst zu nehmende, Ankündigung von Gagenkürzung und aufgekündigter Freundschaft. Wir hatten viel zu lachen, wenn Wortgefechte wie diese zwischen den beiden hin und her gingen. Achim: "Ich könnte etwas mehr Gitarre gebrauchen u. weniger Thomas... Ich hab nichts gesagt...  Das war das Ende einer guten Freundschaft..." Thomas: ".....das war das Ende deiner Karriere...ha ha..." Oder Thomas in Richtung der Tontechnik: "Nicht nur Millimeterweise Hr. Müller... man kann den Regler auch 2 bis 3 Millimeter am Stück bewegen, der schreit nicht!"

Gegen 20 Uhr schien dann endlich alles zu passen. Thomas und seine Leute machten der Band "Best of" Platz, die bis zum Beginn des Konzertes spielen sollte. Da dieses erst gegen 22.00 Uhr beginnen sollte, gingen wir erst einmal etwas essen und fanden uns, pünktlich zu Konzertbeginn wieder vor der Bühne ein. 

Gleich zu Beginn hörten wir "A Foggy Day" und Arthur's Theme". Diejenigen, die nicht auf einem der drei Showcases waren, dürfte dieser Titel recht unbekannt sein, denn er hat seinen Ursprung doch etwas vor unserer Zeit - im Jahre 1937. Danach begrüßte Thomas das Publikum und war heilfroh, dass der Regen aufgehört hatte: "Guten Abend, Zweibrücken! Geht’s euch denn gut? Gott sei Dank, hält das Wetter. Ich habe ja heute Nachmittag einen Herzinfarkt gekriegt und ich dachte, was machen wir denn jetzt? So viele Regenschirme auf einmal...Schön, dass Sie hier sind und ich freu’ mich, dass wir auch hier sind. Es wird ja immer gefragt: „Was wird der Thomas Anders heute Abend alles so bringen?“ und ich kann nur eines sagen: „Ich mache so einen richtigen Querschnitt, also ganz ganz viele Songs und es ist natürlich auch Modern Talking dabei, gar keine Frage!!! Das gehört zu mir, wie mein Herz. Ich liebe Modern Talking, wir hatten eine großartige Karriere. Also ganz viele Songs sind dabei, verschiedene Facetten und ich hoffe natürlich, das ist immer so die Schwierigkeit wenn man speziell für einen Abend ein Programm zusammenstellt, dass die Menschen es dann auch genauso empfinden. Eines muss ich noch sagen: Ich bin heute Abend mit wunderbaren Musikern hier auf der Bühne, wunderbaren Menschen.... aber dazu kommen wir später noch, wenn ich sie vorstelle, denn z.T. haben sie dann auch noch ihre Soloparts."




 

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