Schon
zum vierten Mal fand die Veltins BiathlonWTC in der Arena
Schalke (Gelsenkirchen) statt. Da man die Rasenfläche
herausfahren kann, eignet sich das Stadion gut auch für andere
Veranstaltungen. Mit großem Aufwand wurde der Innenraum in eine
Winterlandschaft verwandelt und dafür mussten 100 LKW-Ladungen
Pulverschnee aus der Skihalle Bottrop herangefahren werden. In
der Mitte der Loipe standen einige Holzbuden mit Getränken zum
Aufwärmen für die Sportler und der Schießstand war mit
Hunderten von (Weihnachts-) Bäumen umsäumt. Vom Start- und
Zielpunkt führte der Parcours durch einen Tunnel nach draußen
vor die Halle und durch einen anderen Tunnel wieder herein, die
Strecke war ca. 1200 m lang.
Nachdem der Wetterbericht
eigentlich nichts Gutes verhieß, habe ich
mich trotzdem am
Vormittag auf den Weg gemacht, die Sonne schien vom strahlend
blauen Himmel und die Straßen waren trocken. Glück gehabt, so
einen Wintertag hat man selten. Um 12:30 Uhr war ich Dank der
freundlichen Einweisung der Parkplatzwächter auf dem Parkplatz
und fand das in der Nähe der Arena liegende
"Winterdorf" schon gut gefüllt vor. Ich habe mich
aber nicht ins Gewühl gestürzt, sondern den richtigen Eingang
in die Halle gesucht, die um 13:30 Uhr öffnen sollte. Kurz nach
13 Uhr kam Thomas mit Fahrer an der Halle an, eilte aber schnell
hinein. Erstens war es kalt, zweitens mangelte es nicht an
schaulustigen Autogrammjägern. Also schnell die Flucht
ergreifen! ;-)
Das Prominentenrennen begann um 14:30 Uhr.
Für die Promis, von denen die Meisten noch nie etwas mit
Biathlon zu tun hatten, galten spezielle Regeln: Sie mussten
nicht abwechselnd auf Skiern den Parcours zurücklegen und schießen.
Jedem Promi wurde ein Nachwuchstalent vom Westdeutschen
Skiverband als Teampartner an die Seite gestellt. Die
Skisportler waren ausschließlich für die Runden zuständig,
die Promis für das Schießen. Die Distanz zur Scheibe betrug 50
m. Nach jeder Runde musste sich der Promi schnell auf den Boden
legen und schießen, danach konnte der Skiläufer die nächste
Runde starten. Die Prominenten durften im Liegen schießen und
das Gewehr dabei auflegen, was die Profi-Biathleten nicht dürfen.
Das Team Thomas Anders/Florian Bartscher hatte die Startnummer
11. Nach der 3. Runde lag das Team noch auf Platz 4, fiel aber
immer weiter zurück und belegte letztendlich Platz 7. Sieger
wurde der Schwimmer Mark Warnecke, Starkoch Johann Lafer wurde
Vorletzter und "Vater Beimer" Joachim Hermann Luger
landete auf dem letzten Platz. Insgesamt starteten 12 Teams.
Interviews mit den Prominenten gab es nicht, zu sehr waren sie
mit dem Schießen beschäftigt. Der Kommentator sagte aber ein
Mal, Thomas würde sehr gut schießen. Auch wenn er hier grad
ziemlich skeptisch dreinschaut. Also ist er doch nicht
nur Ehrenmitglied im Mörzer Schützenverein, oder? ;-)
Ab
ca. 17 Uhr begannen die Wettkämpfe der besten Biathleten aus
der ganzen Welt. Sie fuhren mit Fahnen in die Arena ein und das
inzwischen auf über 50.000 Personen angewachsene Publikum
klatschte begeistert Beifall. Die Wettkämpfe gingen bis ca. 19
Uhr und waren sehr spannend. Sieger wurde das hoch favorisierte
Team aus Norwegen. Dort wurde übrigens das gesamte
TV-Abendprogramm geändert und ab 20 Uhr die
Biathlon-Veranstaltung aus Schalke gesendet. In einer Pause
durften die Kinder starten, die teilweise erst 7 Jahre alt waren.
Sie fuhren eine kleine Runde, schossen mit einer winzigen
Armbrust auf große Scheiben und machten ihre Sache ebenfalls
sehr gut.
Es war entsetzlich kalt in der Halle *bibber* und ich
war froh, dass mein Auto eine gute Heizung hat. Es stand zwar
auf der Internetseite, die Arena wäre nicht geheizt und man
soll sich warm anziehen. Aber ich hatte das Gefühl, die
Luft wurde zusätzlich noch gekühlt, damit der Schnee nicht
schmilzt... *zähneklapper*
Trotzdem hat mir die Veranstaltung
sehr gut gefallen, der Tag ging schnell herum und ich fand die
Rennen sehr spannend.
Alle Details zur Veltins WTC 05 kann man
auf der
Internetseite
nachlesen, z.B. alle Teilnehmer und ihre Platzierungen, das
Reglement, den Zeitplan. Das alles hier wiederzugeben, würde
den Rahmen des Berichts sprengen.
Die Fotos
von Thomas konnte ich nur vom
Videowürfel machen, weil mein Platz vom Schießstand sehr weit
entfernt war. Ich hatte zwar eine ausgezeichnete Sicht über die
ganze Halle und konnte auch durch das Fernglas genau sehen, was
Thomas macht. Aber da ich keine Profikamera mit Teleobjektiv
habe, war ich mit dem Fotografieren schnell am Ende. Zum Glück
gab es den großen Würfel unter der Decke. :-)