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                                 Thomas und Band in Schwedt/Oder            



Relativ kurzfristig, habe auch ich mich entschlossen nach Schwedt zu fahren und eilte nun zum Bahnhof, um die Zugkarte zu kaufen. Als ich dann noch das Hotelzimmer gebucht hatte, konnte es endlich losgehen.

Am Morgen des 20. Oktober 2007 war alles sehr hektisch, der Wecker klingelte viel zu spät und die Unterlagen hatten über Nacht anscheinend auch Beine bekommen. Nachdem dann aber doch alles beisammen gesucht war, ging’s im Eiltempo nach Papenburg.... nur Fliegen ist schöner :-) Glücklicherweise bekam ich den Zug noch in letzter Sekunde und nach 7 1/2 Stunden Fahrzeit und jeweils kurzen Aufenthalten in Münster und Berlin war ich in dann in Schwedt. Da kein Taxi am Bahnhof stand, lief ich ca. 30 Minuten mit Koffer und Tasche durch die Stadt. Natürlich auf der Suche nach meinem Hotel, in welchem übrigens auch die ganzen Künstler schlafen, wenn sie auf den „Uckermärkischen Bühnen“ auftreten. Nun hieß es... Duschen, Umziehen und schnell zum „Oder-Center“. Dort war ich nämlich mit einigen Fans in einem Eiscafé verabredet. Danach ging’s zum Theater, denn meine Karte war hinterlegt und musste noch bezahlt werden. Auf Grund einer Lieferverzögerung der Instrumente begann das Konzert eine halbe Stunde später, aber die Zeit wurde mit guten Gesprächen überbrückt. Soviel zur Vorgeschichte, nun aber zum Konzert selber.


Thomas hatte die letzten drei Nächte so gut wie kaum geschlafen und zwei anstrengende Shows im Baltikum hinter sich. Trotzdem war er gut gelaunt und sah überhaupt nicht müde aus... halt ein Profi durch und durch!!! 


Er eröffnete das Konzert mit dem wunderbaren Song „Gentleman“ welcher von Achim Brochhausen und ihm zusammen geschrieben worden war. "Guten Abend, hier in Schwedt. Also ich muss ja sagen: Es ist ein sehr schönes Theater. Da macht es doch auch immer wieder Spaß in einem etwas kleineren Rahmen zu spielen. Hier kann ich eigentlich fast jedem ins Gesicht gucken." 


"Als ich eben so in meiner Garderobe saß dachte ich: Hm, wie fängst du eigentlich heute an? Ich bin nun nicht derjenige, der seine Moderationen auswendig lernt. Das ginge auch gar nicht. Ich denke immer was anderes und quatsche einfach drauf los. In den 80ern bin ich ja nun mehr oder weniger bekannt geworden und viel durch die Weltgeschichte gereist. Oft hat man Songs im Radio gehört, wo man dachte: Mensch, diesen Titel hättest du auch gerne gesungen. Den Traum habe ich mir nun im letzten Jahr erfüllt und ein Album daraus gemacht.  Nun starte ich aber mit einem Medley aus vielen großen Hits wie "Some People", "Arthur's Theme", "All around the world", "Is this love" und "True".


Thomas präsentierte, wie auch schon im Juni in Heilbronn, einen Querschnitt durch seine internationale Karriere, die uns allen ja wohl sehr gut bekannt ist. Ein Highlight jagte das nächste. Die schnelleren, aber auch die ruhigen Lieder, wie z.B. das „Songs-Forever-Medley“ präsentierte Thomas mit der vollen Kraft seiner Stimme. 


"Zum nächsten Song muss ich eine kleine Geschichte erzählen: Anfang der 90er habe ich  viele Alben in Amerika aufgenommen u.a auch ein spanisch-sprachiges. Manchmal kommt man ja wie die Jungfrau zum Kinde, denn ich hatte einen Titel auf dem englisch-sprachigen Album, der hieß "Across the world tonight". Daraufhin kam der Produzent zu mir und sagte, dass er diesen Song nach Argentinien eingeschickt hatte und sie diesen Titel gerne in einer Soap-Opera haben wollten. Keine Ahnung, wie die hieß: Vielleicht "Verliebt in Rio", "Alles was nicht zählt" oder auch  die "Lindenstrasse von Buenos Aires" ... ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall war sie sehr erfolgreich und wie es der Zufall so will kam dieser Song in die Soap-Opera und wurde Nr. 1 in Argentinien."  
Dieser Titel war wunderschön arrangiert und Thomas wechselte vom englischen auch ins spanische („Barcos the cristal“).    

Im Gegensatz zu diesen, doch sehr ruhigen Klängen gab es dann auch wieder ein paar flottere Nummern, wie „Jump, Shout, Boogie“ von Barry Manilow, welches er fast zum Schluss präsentierte. Hier konnte man sich kaum noch auf den Plätzen halten. Natürlich durfte auch Modern Talking nicht fehlen! Nun war wieder das Publikum gefragt und sollte die MT-Songs aus den neuen Arrangements von Achim Brochhausen herausfinden. Das war nicht immer ganz einfach… besonders die neue Version von „Brother Louie“ war sehr interessant. 


"Ja, ja.. W
ir haben diese ganzen MT-Songs etwas umgestrickt. Normalerweise haben wir ja bei MT einen 500 Mann starken Eunuchen-Chor im Hintergrund. Dafür wäre aber die Bühne aber heute etwas zu klein gewesen ;-) Deshalb dachten wir uns dann, das wir mal was ganz besonderes aus diesen Titeln machen."


Zwischen den Songs gab es auch immer wieder nette Geschichten und etwas zu lachen, z.B. als das Publikum mal wieder zeigen konnte, dass es das Pfeifen zu „Can’t smile without you“ immer noch nicht beherrschte. "Ich habe mal eine Frage: Wer von Ihnen kann denn gut pfeifen? Ich meine jetzt nicht auf dem letzten Loch, sondern ganz normal?" Die Töne, welche dann aus dem Saal zu hören waren klangen so schräg und schief, dass es einem fast die Schuhe ausgezogen und Thomas vor Lachen auf den Boden geworfen hatte. Glücklicherweise beherrschte wenigstens er das Pfeifen und machte es allen einmal vor. Voller Freude und völlig positiv denkend meinte er dann zum Publikum: "Sollen wir das mal probieren?" Oh je… leider musste Thomas auch da feststellen, dass es nicht viel besser funktionierte und es sich eher nach einer Zoohandlung mit Kanarienvögeln anhörte ;-)

Auch Tammy hatte an diesem Abend Gelegenheit Bein zu zeigen und zwar bei dem schönen Duett „Something Stupid“, welches Thomas im November 2006 schon mit Christina Surer gesungen hatte. Hierfür stand schon der „gemeinsame“ Barhocker bereit und Thomas bot Tammy, ganz Gentleman wie er ist, einen Platz an. "Möchtest du dich setzen Kleine? Worauf Tammy meinte: "Warum nicht? Ich habe so lange gestanden, gerne..."  "Ach so, dass ist der Grund. Ich dachte, du würdest näher bei mir sein wollen…"  Tammy: "Ja, dass auch." Na ja gut, laut Thomas hatte Tammy mit dieser Erklärung die Kurve wohl nicht gekriegt und die beiden wollten das später noch mal in Ruhe ausdiskutieren ;-)



Weiterhin konnten sich die Zuschauer über Klassiker wie „A foggy Day“ und „When will I see you again“ freuen. "Letzterer Titel war mal eine Single von mir, auch recht erfolgreich. Den habe ich zusammen mit den Three Degrees gesungen.  Die älteren Herrschaften unter Ihnen kennen sie sicher."

Daraufhin hörte man aus dem Saal nur ein ganz lautes: WAAASSS??? "Jetzt muss ich doch mal gucken. Das hörte sich sehr komisch an. Entweder hat dir jemand auf dem Fuß gestanden oder du hast deinen Papageien mit dabei. Ich komm’ gleich mal hoch oder du mal runter auf die Bühne!!! Ha… Jetzt geht das Herz..." Während Thomas das sagte, legte er sich die Hand auf's Herz und machte ein lautes Klopf-Geräusch nach. Der ganze Saal war nun schwer am lachen und sie Stimmung tobte.



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