Die Aufzeichnung zur Sendung
„SWR auf Tour“ auf Schloss Edesheim in der Pfalz fand am
Donnerstag, dem 25.08.2011 statt .Das Wetter spielte
hervorragend mit, die Kulissen waren wunderschön und ich war
unheimlich aufgeregt, weil ich nicht nur gekommen war um den
Auftritt von AndersIFahrenkrog zu sehen, sondern auch eine
ganz besondere Überraschung für Thomas im Gepäck hatte, die
ich in der Sendung übergeben durfte. Da außer dem Management
und dem Aufnahmeteam keiner etwas von der Überraschung wusste
und ich Thomas möglichst nicht über den Weg laufen sollte,
entpuppte sich der Tag als anstrengendes Versteckspiel, aber
dazu später mehr.
Zuerst einmal einige Hintergründe zur
Vorgeschichte meiner Überraschung: Die Idee kam mir Ende
2008. Mary Roos bekam auf einer Veranstaltung eine große Truhe
mit Glückwünschen von Kollegen zu ihrem 50 jährigen
Bühnenjubiläum. Ich dachte: ,Mensch, wenn ich jetzt anfange,
werde ich bestimmt rechtzeitig fertig und Thomas bekommt auch
so etwas in der Art! Das wäre DIE Möglichkeit, ihm auch einmal
etwas zurück zu geben und meiner Achtung und meinem Respekt
Ausdruck zu verleihen. Ich begann also, mit Unterbrechungen
damit, in allen Shows, in denen ich war die Künstler auf meine
Idee hin anzusprechen und mich mit ihnen hinzusetzte, damit
sie einen Gruß für Thomas formulierten. Natürlich sprach ich
nur solche Künstler an, die auch in Thomas’ Karriere eine
Rolle gespielt haben. Dabei ergaben sich wirklich nette
Gespräche und Begegnungen z.B. mit den Scorpions, Joy Fleming
oder Isabel Varell. Auch die, die ich nur am Telefon oder
schriftlich erreichen konnte, wussten viel zu erzählen So
schickten z.B. Glenn Medeiros, Johann Lafer, The Three Degrees
oder Dieter Thomas Heck ihre Texte und Fotos per Mail oder
Post zu mir. Alle diese Glückwünsche, Fotos und Grüße fasste
ich zu einem Buch mit dem Titel "Thomas Anders - Hit auf
Hit - Schlag auf Schlag - Dein bewegtes Leben" zusammen.
Das
Management, dem ich meine Idee vorgestellt hatte, versprach
mir zu helfen, damit wir einen geeigneten Übergabeort finden.
Vieles wurde überlegt, angedacht und dann doch wieder
abgeschmettert. Am Ende führte alles zum Schloss Edesheim, da
der SWR von meiner Aktion sehr angetan war. Zu den über 50
Glückwünschen kamen noch Gedichte, 20 Buchkapitel aus Thomas
Leben, eine Zeichnung und kleine Anekdoten.
Nach
einigen Telefonaten und Schriftwechseln war ich dann am
Donnerstag um 15:30 Uhr auf Schloss Edesheim. Der Terminplan war
gar nicht so voll, wie im Brief angekündigt. Denn Generalprobe
und eine Geländebegehung waren nicht möglich, da Thomas und
ich uns vorher nicht begegnen durften. So verbrachte ich die
erste Zeit beim leckeren Catering und in der Maske. Irgendwann
kam dann Thomas’ Managerin zu mir und gab Entwarnung für
bestimmte Geländeteile, da sich Thomas und Uwe meistens im
Cafe aufhalten würden. Suuuuper….endlich mal Frischluft.
Leider wusste Thomas das wohl nicht.... Kaum war ich an der
frischen Luft, erschien auch er draußen, mit einem Ohr am
Telefon klebend. Mit einem Sprung hinter die Mauer konnte ich
mich aus seinem Sichtfeld retten. Lustig wurde es für alle
auch einmal, als ich mich unter einem Tisch verstecken musste.
Denn als Thomas runter in die Maske lief, war ich nämlich
genau in dem Raum oberhalb, durch den er durch musste. Ich
fragte vorher noch einen Mitarbeiter, ob Thomas schon hier
vorbeikam und in dem Moment stand er in der Tür. „WEEEG…“ Er
war super pünktlich erschienen, mein Verhängnis ;-). Doch er
bemerkte nichts und quatschte noch kurz mit den SWR
Mitarbeitern. Ich stand also immer mal wieder meine Position
wechselnd im Hinterhof des Schlosses und unterhielt mich. Auf
einmal hieß es „ANDERS|FAHRENKROG KOMMEN“ von der
Gästebetreuung, was an diesem Tag immer das Zeichen für mich
war schnell hinter dem nächsten Auto oder der nächsten Tür zu
verschwinden. Bei den Generalproben lauschte ich im
Hintergrund versteckt, musste nur wieder verschwinden, als
Thomas und Uwe zurück vom Proben kamen. Als diese dann
komplett abgeschlossen waren, wurde ich auf die Bühne gebracht
und mir wurde grob erklärt, wie sich der SWR das so gedacht
hatte. Das musste reichen, denn Thomas war immer noch in
gefährlicher Nähe. Im Gebäudeinneren hatte ich immerhin nette
Unterhaltungen mit Ireen Sheer oder dem ganzen SWR Team. Man
hatte mich von der Uhrzeit für die Maske vorverlegt, so dass
ich mit Ireen Sheer dort saß.
Um 19:45 Uhr wurde ich
dann platziert und saß mit meinen Eltern zusammen neben der
Landrätin und einem SWR-Menschen. Die Sendung hatte einen
fulminantes Opening mit „No more tears on the Dancefloor“ und
einem Talk und ein großartiges Ende mit „Gigolo“. Der
Mittelteil war ebenfalls unterhaltsam, lustig und
abwechslungsreich. Jeder Künstler tritt in dieser Sendung
immer zweimal auf. Ireen Sheer, Geschwister Hofmann, Peter
Horton und The Ten Sopranos und Miriam Meißner. Dazu gab es
Wissenswertes über Wein, Schokoküsse und lustiges mit Waltraud
und Mariechen. Was für ihn früher seine Norakette war, ist
heute der Eischnee, ich finde, dass ist doch ein Satz, den man
so stehen lassen kann.
Den Eischnee gab es am Ende der
Show auch noch mit Waltraud und Mariechen und den Geschwistern
Hofmann. In nur 38 Sekunden stellte Thomas auch noch einen
neuen Rekord auf. Und eben während diesem Programmpunkt wurde
ich von einer Assistentin vor eine so genannte Steadycam
gestellt. Und dann ging auch alles ganz schnell: ich wurde auf
die Bühne gerufen. Während ich lief fragte der Moderator
Thomas, ob er mich kennen würde. Thomas antwortete „Natürlich
kenne ich Andreas“. Jetzt stellt euch mal vor er hätte… Naja
;-) Eigentlich wollte ich Uwe nicht so abseits stehen lassen,
daher schaute ich mich auch noch mal um, während Thomas mich
begrüßte. Ich begann dann von meiner Idee zu erzählen und mit
aufgeschlagenem Buch schauten wir uns einige Glückwünsche an.
Mit einem herzlichen Dankeschön und einer Umarmung bedankte
sich Thomas bei mir. Natürlich hat die Sendung nur einen
Rahmen von 1,5 Stunden, so wurde an vielen Stellen immer mal
was raus und reingeschnitten.
Ich hatte den Eindruck, dass
sich Thomas
wirklich sehr, sehr gefreut hat. Im Anschluss an die Sendung
schauten wir uns noch gemeinsam das Buch in Ruhe durch. Thomas
Kommentare „ die haben alle an mich gedachte – ohje“ und „ganz
großes Tennis“ ;-) und auch sein zeitweise abwesender Blick
und seine Reaktionsarmut ließen auf eine Mischung aus Freude
und „Erstauntsein“ schließen, was mich wiederum freute, denn
das war ja der Sinn der ganzen Aktion.
Thomas’ lange
Bühnenpräsenz unter seinen Kollegen zu verbreiten, frei nach
Paulus von Tarsus Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“. Mit
Schokoküssen und noch guten Gesprächen endete der Abend
später, ehe Thomas und Uwe in verschiedene Richtungen zu
verschiedenen Terminen abdüsten. Auch ich machte mich auf den
Weg ins Hotelzimmer, wo ich noch etwas Fern schauend dann dem
nächsten Morgen entgegen schlief.
Am nächsten Tag ging es dann auf zur
BUGA, auf dem Rückweg in den Norden. Nach einer herrlichen
Fahrt von Bingen bis Koblenz am Rhein entlang waren wir dann
dort. Nach einigen Stunden wurde es zusehends dunkler und wir
erkannten die Gefahr. Wir bekamen gerade noch so die Anfänge
des Unwetters im Auto mit, kamen aber sicher und ohne Beulen
zu Hause an. Alles in Allem wirklich ereignisreiche zwei Tage,
die ich nicht missen möchte. Es ist schön zu sehen, wie eigene
Ideen über die Zeit wachsen und ausgebaut werden und es ist
auch schön, wenn man dann nach der ganzen Zeit mit einem solch
überraschten und gerührten Thomas belohnt wird.
Lieber
Thomas, ich denke im Buch ist alles gesagt! Ich sage "Prost!"
auf weitere 40 Jahre auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Danke an das Management und an den SWR für die Unterstützung
und die freundliche Betreuung vor Ort. Und natürlich danke an
Thomas und Uwe für die immer wieder harmonischen Auftritte.
Ich würde alles genauso wieder machen. Jede Minute Arbeit hat
sich gelohnt.

(c) Text: Andreas Unterberg
(c) Fotos wie gekennzeichnet: Andreas Unterberg (4)
und www.linda-martin.de
(1) / mit freundlicher Genehmigung
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