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                                Thomas?!.........Er ist mein Sunnyboy 

 


Ihr könnt euch sicher noch an die Zusammenarbeit von Thomas und Joy Fleming in der Jury von „SSDSGPS“ erinnern. Schon damals waren wir von dieser Frau absolut beeindruckt und fanden sie total klasse! Wo auch immer sie, gemeinsam mit Thomas, zu sehen war ...... man hatte einfach das Gefühl, dass sich beide wirklich sehr gerne mögen. Als wir Joy dann am 9. März im Hamburger Schauspielhaus beim Grand-Prix-Vorentscheid, fast vis-a-vis gegenüber saßen und auch sehen konnten, wie sehr sie bei Thomas’ Auftritt mitgefiebert hatte, dachten wir uns noch: „Mensch, es wäre schön, wenn wir sie mal kennen lernen könnten.“  

Das uns das dann aber so schnell passieren würde, hatten wir nun wirklich nicht erwartet. Aber wir hatten halt auch überhaupt nicht mit ihrer
Spontanität gerechnet! Nun war Einfallsreichtum gefragt, denn wir hatten nur einen Tag Zeit, uns ein paar nette Fragen zu überlegen. Als am nächsten Morgen unser Interview anstand, war ich dann doch etwas angespannt, denn schließlich macht man so etwas ja nicht jeden Tag. Aber wie so oft im Leben, kam aber alles ganz anders und die Aufregung war völlig umsonst, denn mit nur einem kleinen Satz von Joy, war das Eis gebrochen. Während einer sehr herzlichen Begrüßung erzählte sie mir, dass es ihr sehr gut geht, sie immer positiv denkt und sich ein paar schöne Gedanken macht. Nachdem ich Joy ein wenig erzählt hatte, wer wir sind, was wir machen, was uns dazu bewogen hatte dieses Interview zu führen und das Thomas davon überhaupt nichts weiß, sagte sie:  

Joy Fleming:
Na das wird ihn freuen! Der Thomas ist so ein lieber Mensch. Ich habe ihn kennen gelernt und muss sagen, dass ich ihn ganz toll finde. Die Andrea Ballschuh (ZDF „Volle Kanne“) hatte mich gestern noch mal angerufen und sagte mir, dass sie total umgekrempelt und völlig fasziniert von ihm ist. Als ich sie vor ein paar Tagen in Bochum getroffen hatte und sie mir sagte, dass der Thomas zu Besuch in ihre Sendung kommt, habe ich ihr gesagt, dass er ein Schatz ist. Und wenn ich sage er ist ein Schatz, dann ist er auch einer!

So und nun ging es dann auch, sehr entspannt, mit dem eigentlichen Interview los. Was wir alles von Joy wissen wollten und was sie uns darauf geantwortet hat, könnt ihr jetzt hier nachlesen.  


TAO:
Man nennt Sie "die Queen des deutschsprachigen Souls" und Sie sind aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. Am 20. März ist Ihre neue CD mit der mitreißenden und gefühlvollen Ballade "Since you are gone" erschienen. Hier singen Sie im Duett mit dem Operntenor Robert Zephiro Milla. Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit und könnten Sie sich vorstellen noch mehr dieser Projekte zu machen oder widmen Sie sich dann wieder Ihrer eigenen Musik?

Joy Fleming: Die Zusammenarbeit mit Robert Zephiro Milla hatte sich durch einen gemeinsamen Live-Auftritt in Alzey (beim SWR im Juli 2005) ergeben. Dieses Projekt liegt bei ihm schon seit sechs Jahren in der Schublade und er wollte mich immer als Partnerin haben. Da ich aber so viele Anfragen pro Tag bekomme und ich das einfach nicht alles machen kann, habe ich das erst mal gleich, so wie ich es immer mache, abgewimmelt. Es sind viele Flops dabei und ich möchte den Leuten auch nichts versprechen. Ich habe dem Robert aber gesagt, dass ich es mal mitnehme, mir anhören und ihn dann zurückrufen werde. Gleich am nächsten Morgen habe ich ihn dann auch sofort angerufen, weil mir seine Stimme sehr gut gefiel und der Mensch an sich sehr nett ist. Der Robert arbeitet täglich 14 Stunden, hat alles selber komponiert und ich war fasziniert. Er ist ein ganz toller Typ, arbeitet an der Oper in Köln und kann toll singen. So kam es dann, dass ich dieses Projekt mit ihm gemacht habe und ich werde es auch weiter im Auge behalten, was aber nicht heißt, dass ich nicht solistisch weiter tätig sein will. Schließlich bin ich ja eine Einzelgängerin und möchte mich darauf nicht zu sehr versteifen. Ich möchte aber sagen, dass ich mit guten Kollegen, wie z.B. dem Thomas oder Xavier Naidoo jederzeit gerne zusammen singen würde. Ich bin sehr unabhängig und wenn mir jemand gefällt, dann singe ich auch mit ihm oder mache im Chor mit bzw. unterstütze denjenigen einfach. Wenn ich die CD vom Thomas höre und mir seine Wandlung angucke, dann bin ich darüber sehr erfreut. Der Mann hat rechtzeitig den Dreh gekriegt. Momentan widme ich mich aber erst mal hauptsächlich meinen Sachen, wie z.B. meiner Weihnachts-CD, welche jetzt mit Bruno (Anmerkung TAO: ihr Lebensgefährte, der ebenfalls Musiker ist) produziert wurde…einfach wunderschön!!!

TAO: Im Herbst diesen Jahres werden Sie Ihr Weihnachtsalbum veröffentlichen. Seit seinem großartigen Weihnachtskonzert im Jahre 1998 warten die Fans von Thomas darauf, dass er ein solches Album veröffentlicht und wir wären gespannt, in welchem Genre sein Album klingen würde. Werden Sie auf Ihrem Album nur bekannte Weihnachtslieder singen oder wird es auch eigene Songs geben? In welchem Musikstil werden Sie diese Titel interpretieren?

Joy Fleming: Es wird „Jesus Christ is born“ drauf sein. Das ist eine Eigenproduktion von Bruno, mit Mundharmonika, leicht soulig und mit Rap. Ich bin von dem Song total fasziniert, er ist toll gemacht und arrangiert. Dann wird es ein weiteres eigenes Stück geben und es heißt „Viele kleine Lichter“. Dieser Song ist für die Kinder gemacht und man bekommt Gänsehaut, wenn man ihn hört (…damit ich mir auch ein Bild von den Titeln machen konnte, bekam ich von Joy gleich noch 3 grandiose Hörproben vorgesungen und speziell bei „Viele kleine Lichter“ ist mir ein Riesenschauer über den Rücken gelaufen. Dieser Song ist einfach wunderschön!!!) Der Bruder von Bruno hat ein, wenn ich das mal so sagen darf, ganz geiles Stück gemacht und es heißt „Come back oh Jesus“. Dabei habe ich z.B. an Afrika gedacht, denn auch in anderen Ländern feiert man Weihnachten, aber eben auf eine andere Art. Das klingt ein bisschen nach Reggae…ganz toll gemacht. Dann wird es aber auch die traditionellen Stücke geben, wie z.B. „Vom Himmel hoch“, wunderschön mit Streicherquartett oder aber auch „Es ist ein Ross entsprungen“ und „Oh du Fröhliche“, den wir als Reggae-Version gemacht haben. Des Weiteren ist auch ein Titel drauf „Komm und spür die Winterzeit“, welcher schon seit über 10 Jahren jedes Jahr im Radio läuft. Diesen Song habe ich vor sehr langer Zeit mal aufgenommen und er ist sehr beliebt. Er kommt als Bonustrack mit auf das Album. Es wird ein sehr interessantes Album sein, allein schon von der Gestaltung her. Manchmal wird man nicht glauben, dass ich das bin, denn es ist wie bei „Since you are gone“. Meine Stimme klingt sehr zart und gefühlvoll. Ich bin sehr stolz auf dieses Album, denn es ist mein erstes Weihnachtsalbum in meiner ganzen 40-jährigen Laufbahn. Ich habe mir bei jedem Text und jedem Titel eine kleine Geschichte vorgestellt. Da ich sehr gut zeichnen kann, wollte ich eigentlich gerne zu jedem Titel etwas malen und das Booklet gestalten. Leider hat das nicht geklappt, denn es wäre einfach viel zu dick geworden ;-) Bei „Leise rieselt der Schnee“, was dann mit Akkordeon ist, muss man sich z.B. vorstellen, dass man irgendwo auf einer Schneealm sitzt.
 

Zum Abschluss möchte ich aber noch sagen, dass man nicht einfach daher gehen und was Traditionelles singen kann, sondern es muss richtig gut sein, jeder einzelne Titel. Oft kauft man sich CD’s, in der Hoffnung, dass sie gut sind, aber dann gibt es viele gecoverte Titel darauf und nur 3-4 neue. Darüber bin ich dann sehr enttäuscht und das mache ich auch nicht mehr.

TAO: Wenn man ein wenig in Ihrer Biografie liest oder auch in Interviews stöbert, findet man einige Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Thomas. Mal abgesehen von der gemeinsamen Leidenschaft für die Musik und dem Engagement für Kinder, kochen sie beide gern und lieben gutes Essen, die Familie ist ihnen sehr wichtig, ein gepflegtes Äußeres und schönes Wohnen. Was fällt Ihnen ganz spontan zu Thomas als Musiker und Künstler aber auch einfach als Mensch ein?

Joy Fleming: An Thomas fiel mir ganz stark sein gepflegtes Äußeres auf und das er eine ganz korrekte Erscheinung ist. Er achtet, genau wie ich, einfach auf alles, z.B. auf die Fingernägel und Haare. Ich bin auch ganz genauso penibel. Mir gefällt an ihm auch, dass er sich musikalisch sehr nach vorne orientiert, denn genau das tue ich ebenfalls. Ansonsten gefällt mir noch an ihm, wie er sich menschlich benimmt. Er ist gegenüber anderen Leuten, egal ob es ein bekannter Mensch, weniger bekannter oder ein Fan ist, sehr offen, lieb und auch nicht affektiert. Es gibt leider soviel introvertierte Typen, aber der Thomas ist das nicht. Außerdem ist er ein Sunnyboy…ich sage immer, er ist mein Sunnyboy…und er ist vor allem bildhübsch. Er kann machen was er will, auch wenn er nicht rasiert ist, was mich an ihm überhaupt nicht stört, ist er so was von gepflegt. Ich könnte mit ihm aus einer Suppenschüssel essen!!! Ich glaub das reicht als Kompliment, oder? 
Trotzdem bin ich etwas traurig, dass ich nicht 40 Jahre jünger bin *lacht* Thomas ist schon ein toller Typ. Auch die Leute aus seiner Familie sind sehr gepflegte Menschen und haben sehr viel Anstand. Seine Frau Claudia ist eine tolle Frau, sie passt zu ihm und ist wohl auch das Beste, was ihm passieren konnte.  

TAO: Können Sie uns kurz erzählen wann und wie Sie Thomas kennen gelernt haben?

Joy Fleming: Ich habe ihn früher schon öfter mal bei Radio Regenbogen gesehen aber da sind wir nicht näher ins Gespräch gekommen. Da war er noch im Umbruch mit dem Bohlen. Ich bin da auch nicht weiter drauf eingegangen, hab ihn auch nicht angesprochen, weil ich gedacht habe: „Wer weiß wie der Mann vielleicht reagiert.“ Ganz nah und eng haben wir uns dann bei Stefan Raab und „SSDSGPS“ kennen gelernt. Da haben wir auch viel über sehr private Sachen gesprochen und Thomas wurde mir tagtäglich sympathischer. Ich weiß noch, dass ich nach dem ersten Mal raus bin und gesagt habe, dass ich heut’ was kennen gelernt habe und mir so was schon lange nicht mehr über den Weg gelaufen ist!!
Thomas sagte auch zu mir und das werde ich nie nie vergessen: „Joy, du bist eine Frau mit Herz!!!“ In diesem Moment dachte ich nur: „Da guck, es ist doch nicht alles umsonst im Leben.“ Das war für mich ein ganz wunderbarer Satz. Schön, dass es noch so nette Kollegen wie den Thomas gibt.

  

 

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