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Die Leute hinter den Kulissen
Im Interview - Achim Brochhausen


Wenn wir Fans glücklich schwelgend von einer Veranstaltung nach Hause fahren oder ein neues Album zum hundertsten Male seine "Runden" im CD-Player dreht, hat nicht nur Thomas mal wieder hervorragende Arbeit geleistet, sondern auch viele andere Leute die, wenn überhaupt, nur am Rande Beachtung finden. Ein Name tauchte in den letzten Jahren immer wieder auf - Achim Brochhausen, Thomas' musikalischer Direktor, der durch sein Können und seine Erfahrungen auch ganz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass "Songs forever" ein Album von höchstem musikalischen Anspruch werden konnte. Immer wieder hörten wir im letzten Jahr: "Wir arbeiten ganz intensiv an dem neuen Album." Wie viel Arbeit da wirklich drin steckt, konnten wir uns als Laien nicht wirklich vorstellen. Also sammelten wir all unsere Fragen und baten Achim um ein Interview.

Herausgekommen ist dabei ein total lockeres, aber sehr informatives Gespräch, welches wir mit ihm führen konnten, bei dem wir super viel gelacht haben und eine Menge Spaß zusammen hatten. Womit wir ihn gelöchert haben, könnt ihr in dem folgenden Interview gerne nachlesen. Wir hoffen, ihr findet es genauso interessant wie wir und könnt vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle etwas schmunzeln. 
 
Achim: (liest die erste Frage laut vor) Ein paar Worte zu dir als Person... Seit wann arbeitest du in der Musikbranche und wie ist es dazu gekommen? Also... soll ich jetzt hier meine Ausbildung ein wenig darstellen?

Astrid: Ja, erzähl doch einfach mal, wer du überhaupt bist!

Yvette: Ich bin Achim... (alle amüsieren sich)

Astrid: Vielleicht erzählst du mal ein bisschen über dich, damit wir auch mal wissen wie alt du z.B. bist...

Achim: Ach, DAS wollt ihr auch wissen??!!

Astrid: Ja, wenn wir dürfen!

Yvette: "... das ist ihr Herzblatt...!!!" (allgemeines Gegacker)

Achim: ...33... Also, mein Name ist Achim Brochhausen. Meine Hobbys sind Reiten, Lesen und...

Astrid: (unterbricht ihn) Vor allen Dingen möchten wir auch gerne mal wissen, wann wir dir zum Geburtstag gratulieren dürfen!

Achim: Also... ich habe Geburtstag am... äh...(denkt nach) 24. Juli 2001... - NEIN - und bin geboren am 19. - NEE (allgemeines Gelächter) ...24. Juli 1962 ...dreiundvierzig, in Stereo. Also ich bin leider schon 43 Jahre alt und manche sagen, man sieht's mir nicht an..

Astrid: Das beruhigt mich ungemein, weil ich sonst immer die Älteste bin, jetzt bist du mal der Älteste...  ;-)

Achim: Tut mir ruhig noch ein wenig weh ;-) !!! Ja, was habe ich für eine Ausbildung? Natürlich eine normale Schulausbildung mit Abitur und anschließend habe ich dann Musik studiert. Zunächst absolvierte ich eine klassische Ausbildung als Pianist, mit Abschluss. Dann war ich an der Hochschule in Koblenz. Anschließend habe ich noch an der Musikhochschule in Köln studiert, allerdings dort nur noch ein paar Semester, weil ich meinen Abschluss ja schon hatte und zwar im Fach Jazz. Ich wollte aber einfach von der Klassik weg. Allerdings hilft mir die Klassik jetzt natürlich unheimlich bei den Orchester-Arrangements und für die Klaviertechnik war es zunächst auch erst mal sehr gut Klassik zu machen. Aber meine Liebe war schon immer Rock, Jazz, Pop und dergleichen und ich hatte das schon zu dieser Zeit oft live gespielt. Na ja und einige Semester war ich dann noch in Frankfurt und Köln und habe dort Jazz und Populärmusik studiert. Eigentlich wollte ich noch nach Amsterdam um dort auch Jazz und Populärmusik zu studieren, hatte aber zu der Zeit schon eine Anstellung an der Musikschule Koblenz bekommen und das ist schon wie ein Sechser im Lotto, eine BAT-Stelle zu bekommen. Die Zeiten sind schlecht... auch für Musiker oder gerade für Musiker.

Yvette: Hmmm... 


Achim:
Ich hatte mir damals schon, während dem klassischen Studium, in meiner Studentenbude neben meinem Klavier so einen Vier-Spur-Multi-Tracker, damals noch auf Kassettenbasis gekauft und einen Synthesizer. Ich weiß noch... damit ich meinen ersten Synthesizer, den legendären Poly 800, kaufen konnte, bin ich auf dem Bau schaffen gegangen. Ich wollte unbedingt mit einer größeren Band arbeiten, weil man da a) mehr verdienen kann und b) einfach mit besseren Musikern zusammen spielen konnte. Aber es war damals genauso wie heute, du musst einfach ein paar vernünftige Gerätschaften mitbringen, damit das Zeug dann noch halbwegs klingt. Jetzt sind wir ja in der glücklichen Lage, mal einen Flügel zu besitzen bzw. bestellen zu dürfen. Mit Thomas kann ich das machen, aber nicht mit einer X-beliebigen Band. Also musst du dir Geräte anschaffen, dass das einigermaßen funktioniert. Ich habe mir damals extra einen Kredit dafür aufgenommen und auf Grund dieser Gerätschaften durfte ich dann auch in dieser Band mitspielen. Tja, so ging das los. Zu Hause habe ich dann schon aufgenommen und kleine Vorproduktionen gemacht und das Ganze ständig erweitert.  Das Meiste, was ich verdient habe, habe ich gleich wieder in das ganze Aufnahmezeug investiert. So war das... viel mehr kann man dazu gar nicht sagen.

Astrid: Also hast du im Endeffekt gleich die richtige Richtung eingeschlagen... von Anfang an?

Achim: Ja, ganz direkt. So richtig klassische Ausbildung. Ich habe mit 8 Jahren angefangen Klavier zu spielen. Ach ja, das ist vielleicht noch interessant... Nebenfach bzw. mein zweites Fach war Geige, was mir ja jetzt, wenn ich an das Album denke, unheimlich geholfen hat.

Yvette: Ja, dass stimmt! Wie lange arbeitest du schon mit Thomas zusammen und wie habt ihr euch überhaupt kennen gelernt?

Achim: Also es mag jetzt vielleicht 6 Jahre her sein, ich weiß es gar nicht mehr so ganz genau. Jedenfalls hatte er da noch mit Christian Geller, in diesem KA.G.B. Studio, zusammen gearbeitet und man brauchte dort gerade einen Pianisten. Und wie das immer so in kleinen Städtchen ist, es gab nicht allzu viele, die das so flott konnten. Der Christian, ich kannte ihn gar nicht, rief mich an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit Thomas was zusammen zu machen. Er wollte für eine private Geburtstagsfeier bei Freunden "Your my heart..." im Jazz-Style haben. Ich habe mir da unheimlich Gedanken gemacht und wir haben das Ganze dann dort zusammen eingespielt. Dann war erst mal wieder Funkstille und später habe ich dann mal, an Stelle von Bernd Höfer, eine kleine Produktion eingespielt. So richtig los ging es aber mit der Geschichte im Düsseldorfer Schauspielhaus. Ich weiß nicht, ob ihr euch daran noch erinnern könnt?

Astrid: Ja, diese Weihnachtsgeschichte mit dem St. Petersburger Kinderchor!



 

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