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                      12 Points für Thomas.....von uns auf jeden Fall !!
     Der Grand Prix Vorentscheid am 09. März 2006 in Hamburg (Teil 2) 

 


Kurz vor 20 Uhr betrat Georg Uecker für ein kurzes "Warm up" die Bühne. Während er ein paar wichtige Infos zum Sendeablauf gab, riss er einen Gag nach dem anderen "Es kann gut sein, dass sie statt Vicky mal den A.... vom Kameramann sehen - kann von Vorteil sein oder auch nicht!" oder "Bitte verdrehen sie sich nicht die Hälse, das sieht im TV blöd aus. Wir haben überall Monitore hier, auf denen sie alles verfolgen können." Er war wirklich locker drauf und es gab viel zu lachen.
Nun wurde auf den Monitoren auf der großen Bühne zum NDR-Fernsehen geschaltet. Wir durften noch den Wetterbericht sehen und dann ging es live auf Sendung. Während wir dort saßen, mussten wir an unsere Familien und Bekannten und auch die Stadt Koblenz denken, die auf Grand Prix Partys genauso für Thomas mitfiebern würden, wie wir hier vor Ort. 

Thomas Hermanns betrat die Bühne und wurde von donnerndem Beifall und Füßetrampeln begrüßt. Er erklärte kurz die neuen Regeln für den Grand-Prix Vorentscheid und begrüßte die "Superfans" Georg Uecker, Dirk Bach, Joy Fleming und Lucy Diakovska, die auf dem Talksofa auf der kleinen Bühne Platz genommen hatten.
 
Bevor wir überhaupt einen der Kandidaten zu Gesicht bekamen, boten Mary Roos, Corinna May, Ingrid Peters, Lou, Michelle und Joy Fleming ein mitreißendes Medley von Grand Prix Siegertiteln, das vom Publikum mit Standing Ovations belohnt wurde. 

Anders als in den vorangegangenen Jahren und um die Leistung der Kandidaten besser bewerten zu können, sollten sie diesmal vor ihrem eigentlichen GP-Beitrag, eine eigene Version eines berühmten ESC-Titels darbieten.

Thomas war gleich als erster an der Reihe, was uns natürlich unheimlich gefreut hat, weil wir wohl fast  aufgeregter waren, wie er selbst. Seine Performance des 58iger Klassikers "Volare" war wunderschön und schwungvoll, kam beim Publikum sehr gut an und wurde mit kräftigem Applaus belohnt. Texas Lightning folgten mit ihrer Version des ABBA-Titels "Waterloo". Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber da nur wenige Zuschauer während des Auftrittes mitklatschten, dachten wohl die meisten genau wie wir, dass es dem Titel doch etwas an Power gefehlt hat. Als dritte im Bunde performte Vicky Leandros mit "Apres toi" ihren eigenen Siegertitel aus dem Jahre 1972. Es ist sicher ein super schöner Song, den sie auch toll darbot, aber in diesem Fall fanden wir es doch ein wenig einfallslos. Auch bei ihrem Auftritt ging das Publikum, allen voran ihre Fans, voll mit und belohnte ihre Leistung mit viel Applaus. Nach diesen Auftritten verschwanden  die Kandidaten erst mal wieder, um sich auf die eigentliche Präsentation ihres Grand Prix Songs vorbereiten. 

Thomas Hermanns plauderte in der Zwischenzeit mit seinen Gästen auf dem Talksofa. Es gab Filmausschnitte zur Geschichte des Grand Prix, die immer wieder zu Gelächter führten. Joy Fleming sah mit gemischten Gefühlen ihr damaliges grünes Seidenkleid mit Goldkette. "Ich musste ja anziehen, was die mir hingelegt haben, aber ich habe dieses Kleid gehasst!", erzählte sie, "Hinterher habe ich es zertreten, zerrissen und weggeworfen!" Als Thomas Hermanns hintergründig lächelnd bemerkte, dass viele Dinge in der Geschichte des Grand Prix wieder kommen, konnte sie noch nicht ahnen, dass Dirk Bach mit seiner "zarten Figur" gleich mit gerade diesem Kleid die Showtreppe "heruntergeschwebt" kommen würde. Bei diesem Anblick und Joy Flemings entsetztem Gesichtsausdruck haben wir vor Lachen fast in den Sesseln gelegen. Als sich dieses Kleid noch als Trickkleid entpuppte, das Dirk Bach vom Körper gerissen wurde, gab es kein Halten mehr im Publikum. Absolutes Highlight dieser Gesprächsrunde war eine Gesangseinlage von Joy, die den Grand Prix Song von Max Mutzke noch einmal anstimmte. Diese Frau hat eine so fantastische Stimme, dass man nur den Hut vor ihr ziehen kann.

Nun kam endlich der wichtigste Teil des Abends, mit dem wir uns nun schon seit Wochen gedanklich beschäftigt hatten und der schon im Vorfeld für reichlich Diskussionen in den einzelnen Fanforen gesorgt hatte. Thomas war der Erste, der seinen Song für Athen vorstellen durfte. In einem Einspieler wurden Ausschnitte aus seiner langjährigen Karriere gezeigt. Er erklärte, warum er am Grand Prix teilnehmen möchte und wieso er seinen Song für geeignet hält. 

Auf der Bühne stand mittlerweile ein weißes Klavier und ein weißes Schlagzeug. 2 Streicherinnen in weißen Kleidern, ein Schlagzeuger und die beiden Backgroundsängerinnen Tammy und Alexa (alle ganz in weiß) hatten bereits ihre Plätze eingenommen. Thomas betrat die Bühne im schwarzen Anzug unter donnerndem Applaus, für den nicht nur seine anwesenden Fans verantwortlich waren! Zusammen mit der Bühnenbeleuchtung gab das Ganze ein absolut edles Bild. Nachdem der Applaus abgeebbt war, begann Thomas mit seinem Song. Erst fiel uns gar nichts auf, doch als er plötzlich abbrach und meinte: "Ich hätte dann gern auch mal Musik dazu!", fiel es uns wie Schuppen von den Augen. Wir, die Thomas schon so oft a capella gehört hatten, hatten nicht einmal bemerkt, dass es eine Tonpanne gegeben hat und die Musik im Hintergrund fehlte. Für seinen a capella Einsatz bekam Thomas auch sofort donnernden Applaus. Auch beim zweiten Versuch war von der Musik nichts zu hören. Während sich bei uns erste Panik und ein ziemlich seltsames Gefühl in der Magengegend ankündigte, meinte Thomas nur ganz trocken: "Ich liebe live! Ich kann das auch gern a capella machen, wenn ihr möchtet!"  Mein Gott, der Mann hat Nerven!!!!! Endlich, beim dritten Anlauf klappte es auch mit der Musik. Thomas brachte seinen Titel "Songs that live forever" absolut perfekt und mit so viel Hingabe rüber, dass uns ganz warm ums Herz wurde. Nicht nur als Fan musste man bemerken, das dies  s e i n  Song für Athen war, in dem er sich total wohl fühlt und hinter dem er steht. Kurz....mit dem er Deutschland in Athen vertreten wollte!! 

Aber nicht nur wir waren absolut begeistert. Auch Joy Fleming schien sehr beeindruckt. Sie drehte sich zu Thomas herum, schaute ihn an und hielt beide Daumen fest gedrückt nach oben. Nachdem der letzte Ton verklungen war, hielt uns nichts mehr auf unseren Plätzen. Wir waren so stolz darauf, wie souverän Thomas die Tonpannen gemeistert, einen perfekten Auftritt geliefert hatte und wie toll er beim Publikum ankam. Für uns hatte er hier und jetzt gewonnen!!!!! Auch Joy drückte noch einmal ihre Hochachtung aus, bevor Thomas hinter der Bühne verschwand.

Nun waren die Hamburger Cowboys um Olli Dittrich an der Reihe. Im Gegensatz zu den Hörproben, die wir im Internet gehört haben, klang die Stimme der Sängerin dieses Mal doch etwas besser. Der Song, vom Rhythmus her sehr mitreißend, lud zum Mitklatschen ein und kam beim Publikum wesentlich besser an, als vorher ihr "Waterloo". Als letzte Kandidatin betrat Vicky Leandros die Bühne. Schon am Applaus war zu hören, dass sie eine große Fangemeinde mitgebracht hatte. Mit "Don't break my heart" setzte auch sie auf eine Ballade voller Gefühl und erntete damit viel Applaus.

Dann wurde es spannend. Die Telefonnummern für die Abstimmung wurden bekannt gegeben. Ziemlich irritiert hörten wir, dass Thomas Hermanns zugab, dass teilweise richtige Nummern schon vorher im Internet kursierten. Er bemühte sich dann auch sogleich zu versichern, dass diese Anrufe natürlich nicht gezählt werden. Von der Unterhaltung während der Abstimmungszeit haben wir nicht wirklich viel mitbekommen, da wir total auf unsere Handys fixiert waren. Wir bekamen am Rande noch mit, dass Hape Kerkeling als Überraschungsgast auftauchte. Viel Aufmerksamkeit hat er in diesem Moment von uns allerdings nicht bekommen (sorry Hape, aber schließlich mussten wir Thomas unterstützen!) Die Netzverbindung war nicht die allerbeste in dem alten Gemäuer und per Anruf war es nicht ganz einfach durchzukommen. Das Absetzen der SMSen schien besser zu klappen und somit machten wir davon auch reichlich Gebrauch. Plötzlich ertönte ein Gong, der das Ende der Abstimmungszeit anzeigte. 


 

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