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                                        Der Grand Prix Vorentscheid 
         Unsere Werbetrommel oder "Darf es auch ein Flyer mehr sein?"

 

Als wir erfahren hatten, dass Thomas am diesjährigen Grand Prix-Vorentscheid teilnehmen wird, war die Freude natürlich riesig groß. Was allerdings im Vorfeld alles passierte, wie wir versuchten die Werbetrommel zu rühren und was wir dabei alles erlebt haben, wollen wir euch hier einmal „kurz“ zusammenfassen. Ich glaube, niemand von uns konnte sich vorstellen, was ihn in den Wochen vor dem Grand Prix alles erwarten würde. Jeder steckte irgendwie mit in den Vorbereitungen und trug einen großen Teil zu Thomas’ Unterstützung bei. 

Für mich fing alles mit den Autogrammstunden, im Februar/März, in den verschiedensten Einkaufszentren an. Thomas war nämlich auf einer kleinen Promo-Tour unterwegs und gab u.a. in Neu-Isenburg, Wetzlar, Sulzbach, Frankfurt und Koblenz fleißig Autogramme, stellte sein neues Album „Songs forever“ vor  und stand seinen Fans sowie der Presse Rede und Antwort. 

Nicht ahnend, was da auf mich zukam, bat ich das Löhr-Center Koblenz um etwas Unterstützung und ein paar Informationen. Natürlich waren sie sofort bereit, mir entsprechendes Material zukommen zu lassen und leiteten meine Anfrage auch gleich noch an die anderen 4 Einkaufzentren weiter. Innerhalb weniger Tage lagen mir ein paar hauseigene Center-Zeitungen mit Thomas’ Vorankündigung vor bzw. ein paar Flyer, Berichte und Fotos von seinen ersten Besuchen. Da meine Kinder beide ganz aktiv Fußball spielen und ein großes Turnier anstand war das schon mal die perfekte Gelegenheit die anwesenden Eltern, Großeltern, Tanten, Onkels etc. von Thomas zu überzeugen. Bewaffnet mit den noch relativ wenigen Flyern, die ich zu diesem Zeitpunkt nur hatte, machte ich mich also in der riesigen Sporthalle auf den Weg und suchte meine ersten „Opfer“ ;-) Ich war sehr erstaunt, aber auch glücklich, dass viele Leute doch sehr positiv darauf reagiert haben. Natürlich sagte auch mal der eine oder andere, dass er den Grand Prix eigentlich nie guckt bzw. auch kein Fan von Thomas ist, aber irgendwie hatte ich es am Ende des Tages geschafft, dass sich zumindest kleine Grüppchen (teilweise bis zu 18 Personen) gebildet hatten, die sich den Vorentscheid dann doch gemeinsam vor dem Fernseher angucken wollten und mir versprochen hatten, dass sie auch für Thomas voten werden. Außerdem wussten sie, dass ich in Hamburg vor Ort sein würde und meinten, dass es schon alleine lustig wäre, mich im Publikum ausfindig zu machen ;-) 

Ein paar Tage später passierte dann etwas ganz Unerwartetes, denn unser Postbote klingelte Sturm. Als er sich so langsam auf den Weg nach oben machte, grübelte ich schon mal, was das sein könnte, denn eigentlich hatten wir nichts bestellt. Völlig platt und schwer keuchend kam er dann im 4. Stock (und das ohne Fahrstuhl) an, um die ersten 3 Kartons in meinem Flur abzustellen. In dem Moment wusste ich noch gar nicht so recht was los war, aber als er dann meinte, er würde noch mal runter gehen und die nächsten 3 Kartons holen, da habe ich dann wohl doch etwas seltsam aus der Wäsche geguckt. Da der Gute immer noch mit hängender Zunge vor mir stand (immerhin wogen 3 Kartons fast 30 Kilo) und ich eigentlich fast sicher war, dass er sich in der Adresse geirrt hatte, checkte ich erstmal kurz, ob das auch wirklich für mich sein sollte. Tja, was soll ich sagen…es war für mich. In diesen Kartons befanden sich nämlich ca. 8000 Flyer!!!, welche mir vom Isenburg-Zentrum zur Verfügung gestellt wurden. An dieser Stelle nochmals ein HERZLICHES DANKESCHÖN. 

So und nun ging der Spaß erst richtig los…Berlin ist schließlich groß und genügend Möglichkeiten zum Verteilen gibt es auch ;-) Als erstes packte ich mir schon mal einen der Kartons in mein Auto, welches auch gleich damit dekoriert wurde. Da man ja doch viel unterwegs ist, fanden die ersten Flyer auch relativ schnell einen neuen Besitzer. Perfekt war natürlich, dass sie gerade noch rechtzeitig zu unserem zweiten großen Fußballturnier kamen. Unsere Mannschaft war nämlich Ausstatter dieser Veranstaltung und jeder der an diesem Tag Hunger oder Durst hatte, musste an uns vorbei ;-) Was lag also näher, „Thomas“ sehr dezent auf allen möglichen Tischen zu verteilen, um so die Leute auf den Grand Prix, sowie auf sein neues Album aufmerksam zu machen. Anfangs war ich mir nicht sicher, wie sie reagieren würden, aber ich muss sagen, dass ich am Ende des Tages doch sehr zufrieden war. Neben vielen Einzelpersonen fanden die Flyer auch bei 3 Autohäusern (Opel, Mercedes, Jaguar), Buch- und Schreibwarenläden, sowie einem Süßwarenhersteller ein neues Zuhause. Hier wurden mir natürlich auch entsprechend größere Mengen abgenommen und so hatte ich innerhalb von 4 Stunden 1.500 Flyer verteilt. 

Auch die kommenden Tage gingen sehr aufregend weiter, denn nun wollte ich mein Glück in sämtlichen Läden in meiner Umgebung versuchen. Schließlich sollten ja viele Menschen wissen, dass Thomas beim Vorentscheid dabei ist und außerdem musste ich auch zusehen, dass mein Wohnzimmer wieder Normalzustand annahm. Wer auch immer uns in dieser Zeit besucht hatte, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Glücklicherweise gab es unter unseren Bekannten auch fleißige Helfer, die natürlich sofort bereit waren, mich beim Verteilen zu unterstützen. So „landeten“ die Flyer also in Bibliotheken, Musikschulen, Anwaltkanzleien, beim Steuerberater, Freunden, Verwandten etc. 

Ich hingegen traf auch meistens auf sehr freundliche Geschäftsleute und so durfte ich meine Flyer u.a. in Reisebüros, Copy-Shops, Sonnenstudios, Modeboutiquen, Buchläden, Bäckereien, bei Optikern, Elektrofachläden, Parfümerien, Süßwarenläden, Kosmetikinstituten uvm. auslegen. Nett war auch ein Zusammentreffen mit meinen Friseur, denn er hat mehrere Läden in Berlin und wollte natürlich in jeder Geschäftsstelle ein paar deponieren. Klasse fand ich auch unser Chinesisches Restaurant, denn dort platzierte man die Flyer kurzerhand in den Tischaufstellern. So kamen die Gäste also auf keinen Fall an Thomas vorbei ;-)

Die Resonanz von den verschiedenen Ladenbesitzern war echt großartig, denn mein Telefon klingelte doch des öfteren. Die einen baten mich, ob sie nicht mal in das neue Album reinhören könnten und die anderen haben es gleich bei mir bestellt. So hatte ich, innerhalb kürzester Zeit, 20 Bestellungen auf meinem Zettel, eine Menge Geld (welches vorab gezahlt wurde) in der Tasche und dachte mir, dass ich vielleicht besser doch eine Großbestellung bei WOM aufgeben sollte…was sich nachher auch als sehr sinnvoll erwiesen hatte. Das Gesicht des Verkäufers werde ich nicht vergessen, der war echt geplättet. Er meinte: „Nur gut, dass Sie vorbestellen, denn so viele CD’s hätten wir gar nicht vorrätig gehabt.“ Aber es sollte noch besser kommen. Innerhalb der nächsten 4 Tage kamen noch ein paar Anfragen rein und so „musste“ ich meine Bestellung auf 40 Alben aufstocken. Das Abholen war dann nicht ganz einfach, denn diese Menge hatte schon ordentlich Gewicht. Trotzdem war ich stolz, als ich mich nun ans Verteilen machen konnte und gesehen habe, dass man mich in einigen Läden schon sehnsüchtig erwartet hatte.   

Nachdem der Grand Prix nun vorbei ist, wollte ich trotzdem mal ein paar Meinungen hören und stattete einigen Geschäften noch mal einen kurzen Besuch ab. Es war teilweise echt witzig, denn als ich die Läden betreten hatte, kam mir doch eine sehr vertraute Stimme aus den Boxen der Musikanlage entgegen ;-)) Viele waren von Thomas’ GP-Auftritt begeistert und fanden das er auch die Tonpannen sehr souverän gemeistert hatte. Einige waren sogar ziemlich enttäuscht über das Endergebnis und hätten sich gewünscht, dass uns Thomas in Athen vertreten hätte. Auch Nicht-Thomas Anders-Fans haben inzwischen ihre bisherige Meinung über ihn (welche nicht immer positiv war) geändert und festgestellt, dass er doch ein Netter ist und richtig gut singen kann :-)  

 

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