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Zu Beginn des Konzertes kam Thomas erst mal allein auf die
Bühne........und
begrüßte alle noch einmal ganz fröhlich mit "Guten
Abend!.....Wir haben uns ja schon mal gesehen!"
Während er noch dabei war, auf der Bühne schnell umzubauen,
erkundigte er sich ganz beiläufig: "Habt ihr was
gegessen, hat es euch
geschmeckt? Ist die Blase leer? Hat noch jemand Durst???" Mit
einem Blick auf die vielen Notenblätter, die auf dem Flügel
lagen, fragte er erstaunt: "Was hat der Brochhausen
hier eigentlich alles hingelegt? Das ist doch nicht für mich.
Sieht ja aus wie ein ganzes Buch. Allein dieses Werk hier,
dauert ja mindestens zwei Tage!!
Während er sich seinen hohen, durchsichtigen Hocker an den Flügel
rückte, erklärte er ganz locker nebenbei, dass er sich nicht
zu klein fühlen würde, man aber besser
singen könne, wenn das Zwerchfell beim
Sitzen nicht so eingedrückt würde. Und eben wegen der erhöhten
Sitzposition bevorzuge er genau d i e s e n Hocker.
Mit einem tiefen Seufzer, der ziemliches Gelächter beim
Publikum auslöste, nahm er am Flügel Platz und meinte: "So, jetzt bin ich
mehr oder weniger an meinem
Arbeitsplatz."
Richtig lustig wurde es dann noch einmal, als sich Thomas, ganz
fürsorglicher Ehemann und Papa, erkundigte: "Alexander,
was ist mit der Mama?" Knappe und effektive Antwort
von seinem Spross, der wohl die allgemeine Ungeduld spürte, "Die
sitzt!" Darauf Thomas: "OK, die Mama sitzt, du
sitzt......." Ehe Thomas noch zu weit schweifenden
Reden ausholen konnte, unterbrach Claudia ihn: "WIR wären
dann soweit!!!" Als Alexander auch noch sehr überzeugend
seine und die Bereitschaft seines kleinen Dalmatiners
signalisierte, brach im Publikum lautes Gelächter aus und
Thomas blieb gar nichts anderes mehr übrig als anzufangen.
Er erzählte, dass er lange überlegt hätte, was er an diesem
Abend spielen solle. Eine Show wie im Moseltanzpalast könne man
nicht jedes Jahr machen. Deshalb hätte er nach etwas gesucht,
dass auf dieser kleinen Bühne machbar ist. Musik sei schon als
Kind etwas unheimlich Wichtiges für ihn gewesen und er hätte
schnell gewusst, dass er einmal Musiker werden möchte. Darum
hat er sich für diesen Abend Songs ausgesucht, die er in den
letzten 20-25 Jahren gern zu Hause, nur für sich, einfach zum
träumen, gesungen und gespielt hat.
Endlich erklangen die ersten Töne eines Medleys aus den Songs
"I'M GONNA HAVE A SWEET LIVE", "I WRITE THE SONGS"
und "JUST DREAM". Wahrscheinlich ging es den Meisten
so wie uns. Irgendwie hatten wir nur noch das Gefühl: Zurücklehnen
und genießen !!!!
Nach einem energischen "Hinweis an die Gastronomie!",
dass etwas zu Trinken nicht schlecht wäre, leitete Thomas zum nächsten
Song über. Es gibt viele Momente im Leben, die einen sehr
bewegen. Er hatte einen Song "ausgegraben", der ihn
eigentlich gar nicht betrifft, aber tief berührt hat. Es geht
um Familien, die sich trennen und die Kinder, die dabei oft die
Leidtragenden sind. Der Titel hieß "SUNDAY FATHER"
und Thomas gab zu, bei diesem Song noch immer Herzklopfen zu
haben, obwohl es ihn zum Glück nicht betrifft.
Auch dieser Song war eher ruhig und stimmte vom Text her
nachdenklich, zumal es bei fast 600 Leuten im Saal sicher auch
den Einen oder Anderen gab, auf den die Geschichte in etwa
zutraf. Thomas verstand es wieder einmal hervorragend, seine
Stimme so einzusetzen, dass die Emotionen des Songs gut herübergebracht
wurden. Hinter uns hörten wir nur jemanden flüstern: "Mein Gott, ich habe das Gefühl, seine Stimme wird von Jahr zu
Jahr besser!"
Zwischenzeitlich wurde Thomas von einer Kellnerin vorm
"Verdursten" gerettet. Als sein Blick jedoch aufs
Tablett fiel, rief er nur: "Ahhhh....... .....GIFT! Man
will mich mit reinem Wasser vergiften!" Gott sei
Dank, dass er dann auch noch etwas Besseres fand ;-)!
Auch der nächste Song war so typisch aus dem Leben gegriffen.
Thomas erzählte, dass es in dem Song um die Höhen und Tiefen
des Lebens ginge und dass man Probleme am Schopfe packen und
nicht gleich die Flinte ins Korn werfen müsse. Es folgte der
Song: "LOOKS LIKE WE MADE IT", der Thomas, eigenen
Angaben zu Folge, sehr ans Herz gewachsen ist.
Als die letzten Töne verklungen waren, bereitete Thomas das
Publikum darauf vor, dass es ihm jetzt ein bisschen helfen müsse.
"Wir können ja mal was zusammen singen......." Er begann ein bisschen auf dem
Flügel zu klimpern und zu singen "Hänschen Klein...ging
allein......", während sich der ganze Saal noch amüsierte
und nicht im Geringsten ahnte, was Thomas eigentlich vor hatte.
Mit einem breiten Grinsen fragte Thomas in die Runde "Wer
von euch kann denn gut pfeifen?" Als Antwort bekam
er absolutes Schweigen. Nur Alexander forderte laut, dass Mama
und Papa auch pfeifen müssten. Daraufhin wurde er im Spaß
zurecht gewiesen, er könne ja noch gar nicht pfeifen, er hätte
noch nicht genügend Käse gegessen. Da wir wahrlich nicht die
Einzigen waren, die den Zusammenhang zwischen Käse und Pfeifen
nicht so ganz auf die Reihe kriegten, schob Thomas eine lustige
Story aus Kindertagen ein. "
Hat man euch das früher auch erzählt? Ich kann euch nur sagen,
warum man es mir erzählt hat, denn ich esse ja keinen Käse,
ich hasse ja Käse und meine Eltern dachten doch tatsächlich,
ich wäre so blöd und sie könnten mir erklären, wenn ich
pfeifen lernen möchte, dann muss ich Käse essen. Sein
Kommentar dazu an dem Abend: "Ich kann pfeifen...
aber ich esse immer noch keinen Käse!! Also die Rechnung ging
nicht auf!"
"Aber wer von euch kann denn nun pfeifen? - MAUSI
?!!!" In dem Moment war von Mausi nur noch ein
entsetztes "NEIN!" zu hören, worauf Thomas
sich auf die Behauptung versteifte, wer Mausi heiße, müsse
auch pfeifen können...."Mausi im Vogelkäfig".
Eine PLAUSIBLE Erklärung dafür blieb er
allerdings sowohl Mausi, als auch allen anderen Fans schuldig.
Stattdessen versucht er jetzt die Fans auf eine andere Art und
Weise aus der Reserve zu locken: "Heißt denn hier
keiner Pfeifer? Kann denn keiner pfeifen? Ich meine ganz normales Pfeifen und nicht Blasen
auf dem letzten Loch!" Er pfeift mal so eben ein
paar Takte vor und der ganze Saal pfeift völlig schräg mit.
Thomas versuchte krampfhaft so etwas wie eine Abfolge oder
Ordnung da hinein zu bekommen. Er wollte vorpfeifen und das
Publikum sollte es ihm nachmachen.
Das ging eine Weile so hin
und her und klang absolut witzig, weil eigentlich jeder machte,
was er wollte. Zum Ende hin konnte sich wohl kaum einer das
Lachen verkneifen und Thomas meinte nur ganz trocken, dass das
mit knapp 600 Leuten fast wäre wie im Vogelbauer, so nach der
Devise: "Kanarienvögel dieser Welt, vereinigt euch!".
Wir hatten super viel Spaß dabei...., so richtig hingekriegt
haben wir den Song, pfeifend, allerdings nicht ;-)
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