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              Thomas in der Mangel... Talkrunde auf der Fanclubparty

            

Wie ihr sicher noch alle wisst, haben wir (Astrid und Yvette) im letzten Jahr die Talkrunde zum ersten mal alleine bestritten. In diesem Jahr hatten wir uns überlegt, dass es bestimmt sehr nett und abwechslungsreich sein könnte, wenn wir uns Verstärkung holen und Thomas in einer etwas größeren Runde gemeinsam "quälen" würden. Hierfür haben wir uns vorab mit den anderen Fanpages www.mt-fans.com, www.thomasanders-fan.de und www.modern-talking-online.de "zusammengesetzt" und jeder hat für sich einen Fragenaufruf gestartet. Die Resonanz war auch auch diesmal wieder sehr groß und so war es uns allen leider nicht möglich alle eingegangenen Fragen an Thomas zu stellen. So mussten wir uns jeweils die interessantesten aussuchen, denn sonst hätte die Talkrunde den Rahmen an diesem Abend wohl gesprengt.


"Jetzt kommen wir zu unserer Talkrunde und wir müssen mal kurz gucken, wie wir hier Platz schaffen. Ich bitte dann alle betreffenden Damen und Herren zu mir auf die Bühne."

Für die Pinwand betrat Uschi als Erste die Bühne, allerdings nicht um die Talkrunde zu bestreiten, sondern um Thomas und allen anwesenden Fans etwas mitzuteilen. Schweren Herzens und nach reiflicher Überlegung haben sie und Maja Mühlethaler sich dafür entschieden, dass sie die Pinwand an Claudia Kleinfeld und Melanie Pähler abgeben werden. Leider kommt es manchmal vor, dass einen zeitliche und private Gründe zwingen, so einen Schritt zu gehen. Thomas bedankte sich an dieser Stelle bei Uschi für 10 Jahre Pinwand. Uns allen wurde versichert, dass es auch in Zukunft wie bisher weitergehen würde. Damit verabschiedete sich Uschi wieder von der Bühne und Claudia kam als Vertreter für die Pinwand nach oben.

"Dann setzen wir uns doch. Vielleicht machen wir,  für diejenigen die nicht genau wissen wer ihr seid und für welche Page bzw. welches Forum ihr arbeitet.... eine kurze Vorstellungsrunde." Nachdem jeder ein paar Worte zur Vorstellung gesagt hatte, meinte Thomas: "OK, dann machen wir es gar nicht so spannend.... Wer möchte anfangen? Los Claudia, fang an und dann geht es reihum."

Pinwand: Wie läuft eine CD-Produktion ab? Wann gehen der Sänger bzw. die Band ins Studio, wann wird gepresst? Bist du da auch noch involviert, welche Songs werden ausgewählt und wie sieht es mit der Auflage aus, wenn eventuell noch mal nachgepresst werden muss?

Thomas: Es kann erst dann gepresst werden, wenn das Produkt fertig ist. Das sind unterschiedliche Dinge. Die Künstler sind eher für das Kreative zuständig. Es sieht in meinem Fall so aus, dass ich bei den Songs die ich eben gesungen habe mehrmals im Studio war und wir uns dafür auch Zeit lassen. Wir hören uns das an und wir haben dann 2-3 Wochen Zeit uns darüber Gedanken zu machen, was uns nicht gefällt. Dann fliege ich eben noch mal nach Berlin und besser noch mal was aus. Im Grunde wird ein Grundplayback gemacht und der Sänger singt drauf. Dann wird das komplette Arrangement gemacht, die Chöre werden drauf gemacht, dann wird abgemischt, danach geht es ins Press-Studio (zwecks CD-Pressung) und dann kommt die CD auf den Markt. Heute geht es, durch die Möglichkeiten die man hat, sehr schnell. Man kann das heute innerhalb von 24 Stunden… Ein Plattenladen kann z.B. bis 16 Uhr beim Vertrieb anrufen und sagen: Ich brauche morgen 300 weitere Singles. Und am nächsten Morgens um 10 Uhr, wenn die Geschäfte aufgemacht werden, sind diese Singles dann da. Früher war das anders, da musste man auf Halde produzieren und Schallplatten auch pressen. Bei den Schallplatten gab es auch einen Trocknungsvorgang, der viel länger dauerte. Das ist heute alles nicht mehr so.


MT-Fans: Wurdest du in deiner Jugend zum Wehrdienst eingezogen?

Thomas: Nein! Ich bin ja Rotarier und dort haben wir auch einen General a.D. Wenn man neu in den Club kommt, muss man für die Club-Mitglieder immer einen Vortrag halten. Man erzählt z.B. woher man kommt bzw. präsentiert ein wenig seine Vita. Dieser General kam am Ende zu mir und sagte: "Herr Anders, ich muss Ihnen was sagen Herr Anders… Sie haben gar nichts von der Bundeswehr erzählt." Ich sag: Mein lieber Freund, ich war nicht bei der Bundeswehr und ich würde sagen, dass es für beide Seiten auch gut so war. 


TAO: Leider hat Frau Wilbert unsere erste Frage schon mal aufgegriffen, denn eigentlich wollten wir von dir wissen, wie denn eure Wohnung aussehen würde, wenn man dich mit ein paar Rollen Tapete und ein paar Eimern Farbe bewaffnen und alleine lassen würde?


Thomas: Alles was mit Farben und Tapeten zusammenhängt… das ich das alleine mache, dass würde mein Schwiegervater nie zulassen! Eines muss ich aber zu meiner Ehrenrettung sagen: Unsere Küche habe ich selber gepinselt. Es gibt ja solche Marmor-Techniken und die sind ein bisschen grober. Das Ganze habe ich mit einem Schwamm gemacht. Aber ich sehe darin jetzt nicht meine Berufung. 


TAO: Was interessiert dich an aktuellen Ereignissen in der Politik. Was liest du morgens in der Presse als erstes?

Thomas: Das erste was morgens passiert, wenn ich aufstehe ist, dass ich Frühstücksfernsehen gucke und zwar das von den öffentlich rechtlichen. Ich möchte nämlich informiert und nicht unterhalten werden. Ich will einfach wissen, was in der Nacht passiert ist. Ich bin da schon sehr weltoffen. Fairerweise muss ich aber sagen, dass es erst mit dem Älterwerden kam. Das habe ich mit 18 Jahren noch nicht gemacht. Da war das noch nicht so spannend. Aber ich gucke sehr viel online über die Zeitungen und meine Pages. Das sind z.B. die Seite von der Welt oder t-online. Einfach um einen Überblick zu kriegen. Wenn mich dann etwas genauer interessiert, kann ich mir immer noch eine Tageszeitung kaufen. 


MT-Online: Warum lässt du dir nicht ein paar neue Songs, die im typischen Modern Talking-Stil sind, produzieren, z.B. vom Team von Systems in Blue?


Thomas: Weil ich davon überzeugt bin, dass das nicht geht. Es gibt nur ein Modern Talking. Man kann das nicht mit irgendwas neu aufleben lassen. Da ist die Fantasie und der Wunsch der Fans zu groß und vielleicht zu optimistisch und geht in eine falsche Richtung. Der Versuch mit Mark Medlock und Dieter Bohlen ein neues Modern Talking zu machen, was ja medial so verkauft wurde, hat auch nicht in dieser Form geklappt, wie es bei Modern Talking geklappt hat. Man kann Modern Talking nicht neu erfinden. Das geht nicht. Es ist einzigartig in seiner Form. 


Pinwand: Liebe Grüße aus Israel und man ist sehr traurig, dass du deinen geplanten Auftritt dort abgesagt hattest. Wo und wie entscheidet sich, ob du einen Auftritt bzgl. des Gastlandes annimmst? Hat das politische, sozialgesellschaftliche oder ähnliche Begründungen? Oder ist das egal, Hauptsache die Kohle stimmt?

Thomas: Nein, weiß Gott nicht. Man muss ein bisschen aufpassen. Wenn ich in Ländern auftrete, wo es politisch etwas brisant sein könnte, dann wird auf jeden Fall vorher getestet, ob mich nicht irgendein Politiker vor seinen Karren spannen will. Das geht nämlich nicht. Zum Glück gibt es aber nicht mehr so viele Länder, wo es politisch nicht so korrekt ist, dass man dort nicht auftreten könnte. Was z.B. Israel betrifft, da weiß man ja leider nie, wann eine Bombe hoch geht. Ein Auftritt ist dort zwar geplant aber als Kopf vom Ganzen und Oberschaf habe ich ja auch eine gewisse Verantwortung. Wenn wir solche Reisen planen fragen wir vorher beim auswärtigen Amt nach, inwieweit es gefährlich ist oder gefährlich werden könnte. Ich kann auch in Deutschland zur falschen Zeit am falschen Ort sein und mir oder einem meiner Musiker passiert etwas. Man muss es jetzt aber nicht irgendwie provozieren. Im letzten Jahr hatten sie einfach Probleme untereinander und dann ist es wirklich besser, dass man absagt. Es ist ja nicht so, dass dieses Land komplett im Krieg steht. Es gibt da ganz normales Leben und es wird normal gearbeitet. Es ist einfach das, was uns die Presse vermittelt und da sind wir natürlich viel sensibilisierter als die Menschen, die dort leben. Als ich noch in Amerika lebte, gab es Anfang der 90er Jahre in Berlin auch Unruhen und Straßenkämpfe oder in Hamburg (Hafenstrasse), Hannover (Chaostage)… das gibt es immer wieder mal. Ich wurde sofort von Amerikanern gefragt: "You have war in Germany?" Da werden immer Kameras drauf gehalten und es sieht immer ein bisschen böse aus. 


MT-Fans: Wenn du bei Stars in der Manege mitwirken würdest. Als was würdest du dort aktiv sein wollen?


Thomas: Also... ich als Thomas Anders ;-) Die Frage hast du mir jetzt zwar nicht gestellt aber einen Flohzirkus könnte ich mir gut vorstellen. Ich finde jedes Tier macht die Leistung grandios. Ehrlich gesagt weiß ich es aber nicht. Elefanten würden mich irgendwie reizen. Bei Löwen wüsste ich nicht, ich glaube das ist gefährlich. Das hätte zwar eine Spannung für mich aber ich könnte die Tiere nicht einschätzen. Und man hat ja nur ein paar Tage Zeit zu proben. Ich glaube nicht, dass man die Psyche von Raubkatzen innerhalb von ein paar Tagen kapiert. Ein falscher Dreh und man hat eine Riesen Mähne im Nacken. Das ist ja auch nicht so witzig. Und was mit Pudeln machen... da gibt’s die Jakobs-Fünflinge. Elefanten wäre schon ganz gut. Die sind auch ein bisschen langsamer, da kann man auch gucken. Und ich finde die haben auch treue Augen. 


TAO: Du bist dir sicher dessen bewusst, dass du besonders in den 80ern durch deine Stimme und Persönlichkeit einen riesengroßen Einfluss auf das Leben junger Menschen hattest, so dass du in vielen Ländern in den Herzen erwachsener Menschen heute eine echte Autorität bist. Wie lebt es sich mit diesem Bewusstsein, ängstigt dich das, ist das eine Last oder ist es für dich ein Grund zufrieden zu sein?


Thomas: Das ist gar nichts von beidem, weil dieses Bewusstsein ja nicht permanent da ist. Es kommt manchmal, wenn ich Menschen vor mir sehe, wo man merkt, dass sie sehr respektvoll sind… für diese Menschen geht irgendwie ein Traum in Erfüllung. Ich weiß nicht, ob für mich ein Traum in Erfüllung gehen würde, wenn ich mich kennen lernen würde. Ich finde man darf sich selber darüber keine Gedanken machen.

TAO: Aber gerade wenn man mal im Ausland guckt, z.B. in Russland. Da sieht man ja doch eher so Videos, wo man das Gefühl hat, dass alle hinter dir her rennen und dir am liebsten die Ärmel aus dem Jackett reißen würden. Dann müsste doch dieses Bewusstsein eigentlich ständig da sein?

Thomas: Das ängstigt mehr. Was mache ich, wenn die mich kriegen? In dem Moment denkt man nicht darüber nach. An keinem Tag der Welt stehe ich morgens auf und denke: Boah, was bin ich für viele Menschen (in deren Bewusstsein) für ein geiler Knabe. Das liegt mir auch fern. Dann ist es eher so, dass es mich fast ängstigt. Ich finde es schön, dass sie meine Musik toll finden. Man kann mit Musik tolle Empfindungen haben. Man kann sich auch freuen und Spaß haben aber wenn man so tief ins Leben rein geht finde ich es zu viel und vielleicht ist es dann doch ein Funken von Beängstigung.


MT-Online: In welchen Ländern bzw. welchen Städten im Ausland hast du in diesem Jahr vor aufzutreten und was für ein Repertoiar beabsichtigst du dort zu spielen?


Thomas: In welchen Ländern? ...dass kann ich dir jetzt noch nicht sagen. Ich kann nur sagen, was in den nächsten Wochen ansteht. Das ist Sankt Petersburg, Moskau, Minsk, Odessa, Kaliningrad, Istanbul, Tel Aviv und Rom. Das ist momentan in den nächsten 4 Monaten angedacht. Ob das alles was wird weiß ich nicht, die Anfragen sind da. Das Repertoiar ist so, dass wir mit der Band eine fest bestehende Show haben, welche alle 2 Jahre umgeschrieben wird. Wir sind jetzt dabei wieder ganz neue Songs ins Programm zu nehmen und andere dafür raus. Songs wie eine „Cheri Cheri Lady“ oder ein „Brother Louie“ werden umarrangiert, so dass sie wieder neu und frisch klingen. Das ist ein Turnus von 2 Jahren. Es ist nicht so, dass das eine Programm komplett ausgetauscht wird sondern es werden 5-6 Titel raus genommen und dafür kommen neue und neu arrangierte. Das passiert einfach damit sich ein neuer Klangeindruck für die Menschen ergibt.



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